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Vater des Badeopfers: "Besser vorsorgen, statt nach Schuld suchen"

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erstellt am 10.Jul.2013 | 07:59 Uhr

Perleberg | Noch liegt bei Oberstaatsanwältin Lolita Lodenkämper in Neuruppin kein Ergebnis der Obduktion des Mannes vor, der im Badesee des Neuen Hennings Hofs in Perleberg ums Leben gekommen ist. Dabei warten auch die Angehörigen sowie die Betreiber der Anlage darauf, die genaue Todesursache zu erfahren.

Inzwischen meldete sich auf Facebook der Pflegevater des Verunglückten zu Wort. Er bezieht sich auf den Bericht im "Prignitzer" über das Pressegespräch, zu dem die Hotelbetreiber eingeladen hatten. "Reden schwingen" bringe ihm und seiner Familie den Sohn auch nicht wieder. Jetzt gelte es für sie, ihn in Ruhe zu Grabe zu tragen.

Der Pflegevater wundert sich: Warum gehen die Betreiber in die Offensive, obwohl sie gar keiner anklage? Warum gehen alle zur Tagesordnung über und öffnen den Strand wieder - ohne Worte, ohne Rettungsringe oder Bojen oder Hinweise auf Gefahr? "Bringt das wenigstens in Ordnung, damit helft ihr euch selbst und euren Gästen, denn es hätte auch einem von denen passieren können."

Gefasst betont der Pflegevater: Schuld suchen sei eher dumm, Ursachen beseitigen viel logischer. Er wundert sich darüber, dass die Hotelbetreiber die Debatte lostreten, ob die Pflanzen den Mann beim Wiederauftauchen behindert haben können. Eine einzelne Pflanze könne man sicher leicht zerreißen, wie von den Sprechern vorgetragen. Aber mit einem ganzen Bündel am Bein und der Panik dabei wohl nur schlecht. "Mein Sohn war voll von dem Zeug bei der Bergung."

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