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Der Prignitzer

19. November 2017 | 18:52 Uhr

Unterschriften für Bahnquerung

vom

svz.de von
erstellt am 25.Nov.2011 | 10:32 Uhr

Premslin/Nebelin | Die ersten Unterschriften sind geleistet. Bis zum 15. Dezember sollen möglichst 2000 Namen vor allem aus dem Gemeindebereich Karstädt auf den Listen stehen, die in den nächsten Tagen nicht nur auf Weihnachtsmärkten der Kommune ausliegen, sondern auch von der Bürgerinitiative "Brücken verbinden!" an die Einwohner herangetragen werden. Premslins Ortsvorsteher Dagobert Dahse will die Listen am 15. Dezember der Gemeindevertretung übergeben.

"Ziel ist, mit den Unterschriften die Gemeinde zu bewegen, sich für die Schaffung einer Bahnquerung am ehemaligen Übergang Premslin/Nebelin einzusetzen, die Federführung zu übernehmen und das Vorhaben in Gemeinsamkeit mit der Teilnehmergemeinschaft der Landeigentümer des Flurbereinigungsverfahrens A 14 Karstädt umzusetzen", betont Dahse. Man habe es 1996 als selbstständige Gemeinden versäumt, eine Querung über die Bahn an dieser Stelle zu erwirken und sich mit einem Obolus abspeisen lassen.

Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens und vor dem Hintergrund, dass der Planfeststellungsbeschluss für den A 14-Abschnitt Wittenberge-Karstädt noch auf sich warten lassen werde, ergebe sich die Chance, das jetzt zu korrigieren (der "Prignitzer" berichtete).

Bürgermeister Udo Staeck bekräftigte in einer Antwort an Dahse die Unterstützung des Wege- und Gewässerplans durch die Gemeinde. Zur Bahnquerung heißt es, dass die Gemeinde 2007 einen Brückenbau forderte, vom Landesbetrieb Straßenwesen aber die Antwort erhielt, dass eine solche Brücke nicht Gegenstand der A 14-Planungen sei. Die Bahn teilte mit, dass ein Bauvorhaben zwar möglich sei, jedoch alle Kosten (Brücke 1,6 Millionen Euro plus Ausgaben für Planfeststellungsverfahren, Auflagen der Bahn, usw.) die Gemeinde zu tragen habe.

Bürgermeister Staeck will den Abgeordneten vorschlagen, dass sich die Gemeinde entsprechend ihres Flächenanteils von 2,5 Prozent in der Eigentümergemeinschaft an den Kosten für den Eigenanteil eines möglichen Brücken- oder Tunnelbaus beteiligt. Theoretisch wären das bei zwei Millionen Euro Gesamtkosten (ohne Förderung) ca. 50 000 Euro. Agrarbetriebe als größere Flächeneigentümer hätten 100 000 Euro und mehr zu berappen. Das gebe einen Aufstand in der Teilnehmergemeinschaft, wenn sie in dieser Form an den Vorhabenkosten beteiligt würden, meint Vorstandsmitglied Jan Milatz.

Das sei so nicht machbar, hieß es auch auf der Ortsbeiratssitzung Premslin, an der Vertreter aus Nebelin teilnahmen. "Wir müssen einen Weg finden, der uns weitere Gelder erschließt. Die veränderte Wege- und Gewässerplanung zur A 14-Trasse spart zwei Brücken ein - hier könnte man Mittel zugunsten unseres Vorhabens umlenken, denn das ermöglicht der Landwirtschaft kurze Wege auch zu ihren Flächen links und rechts der Bahn", argumentiert Dahse.

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