Entdeckung beim bau : Unterirdische Tanks entdeckt

Ausschnitt aus einer Karte aus dem Jahre 1923.  Repro: Jens Nering
Ausschnitt aus einer Karte aus dem Jahre 1923. Repro: Jens Nering

16 zusätzliche Stellflächen entstehen für die Feuerwehr. Bei Tiefbauarbeiten stieß man auf eine Überraschung

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24. Juni 2016, 08:00 Uhr

Rund um die Feuerwache in der Feldstraße wird gebaut und das dürfte nach den jüngsten Entdeckungen teurer werden und länger dauern.

Die Muldenteile für die Regenentwässerung von Gebäude und neuem Parkplatz sind bereits verlegt, die sogenannte Rigole, ein unterirdischer Speicher, dem das abfließende Regenwasser zugeleitet wird und aus dem es nach und nach in den Untergrund auf dem Anwesen versickert, ist fertig. Fundament samt Mauerwerk für die Einfriedung entstehen jetzt.

Ende Juli soll der neue Parkplatz an der Feuerwache fertig sein – „so war es geplant“, ergänzt Klaus-Dieter Gerloff, zuständiger Hochbauer bei der Stadt. Inzwischen deutet sich aber an, dass es mindestens drei Wochen länger dauern und der Parkplatz auch teurer werde. Der Grund: Man ist im Erdreich auf Dinge gestoßen, die nirgendwo verzeichnet waren. Konkret auf drei alte Tanks sowie auf diverse Schächte und einen alten Heizungskanal. „Hinsichtlich des Ursprungs der Tanks können wir nur Vermutungen anstellen“, fügt Klaus-Dieter Gerloff an. Möglicherweise stammen sie noch aus Wehrmachtszeiten. Fest steht aber, sie müssen raus und fachmännisch entsorgt werden. Ob das Erdreich hier belastet sei, das müssen Bodenproben sowohl von der Böschung als auch von der Sohle zeigen. Unter Umständen muss der Boden dann ausgetauscht werden.

Ein großer zusätzlicher Aufwand. „Die Baugrunduntersuchungen im Vorfeld haben dahingehend nichts dergleichen angedeutet“, so der Hochbauer. Einzig bekannt war der Tank der Dieseltankstelle, der abgebrochen werden musste. Die veranschlagten Baukosten in Höhe von rund 184 000 Euro werden nicht reichen.

16 zusätzliche Stellplätze entstehen mit dem neuen Parkplatz, eine Forderung des Versicherers wonach entsprechend der Anzahl der Sitzplätze auf den Einsatzfahrzeugen auch Parkplätze vorzuhalten sind.

In Vorbereitung der Baumaßnahme wurde bereits im April 2014 ein baufälliges Nebengebäude abgebrochen und die Fläche am Hof beräumt. Die neuen Stellflächen werden etwas breiter als übliche, denn im Einsatzfall geht es um Schnelligkeit, erläutert Uwe Schleich, zuständig für Feuerwehr- und Katastrophenschutz bei der Stadt. Und auch dieser Aspekt muss beachtet werden: Die Zuwegungen müssen ebenerdig sein, damit niemand in der Eile auf dem Weg zum Einsatz ins Straucheln kommt.

Mit den Parkplätzen entsteht eine eigene Auffahrt für die Pkw. „Denn Anfahrtswege der Kameraden und Ausfahrtswege der Wehr dürfen sich nicht kreuzen“, so Schleich. Zudem könne der Hof künftig als Ausfahrt für drei Einsatzfahrzeuge genutzt werden.

Bestandteil des Projektes ist neben einer neuen Umzäunung natürlich auch eine ausreichende Beleuchtung mit 40 Lux, die über Sensoren gesteuert werde, um Energie zu sparen. Ebenso wird ein Waschplatz mit einem Leichtflüssigkeitsabscheider entstehen.

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