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Karstädt probt den Ernstfall : Unterirdische Rettung im Schwimmbad

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Karstädt trainieren am Schwallwasserbehälter

von
erstellt am 29.Okt.2016 | 10:00 Uhr

In regelmäßigen Abständen muss Karstädts Badleiterin Manuela Rozicky sich um den Schwallwasserbehälter kümmern, um dort sauber zu machen. Der Behälter befindet sich in vier Metern Tiefe und ist durch einen Schacht zu erreichen. Der Schwallwasserbehälter dient als Zwischenspeicher für Wasser, das vom Schwimmbecken zur Wasseraufbereitung fließt. Außerdem wird frisches Wasser aus der Trinkwasserleitung, dem Füllwasser zugegeben.

Was ist, wenn mir dort unten etwas passiert und ich nicht mehr alleine dort rauskomme, stellte sich Manuela Rozicky die Frage und stieß bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Karstädt damit auf Gehör. „Wir haben uns gedacht, da können wir doch mal einen Übungsabend machen, wie bekommen wir aus dem Schacht eine verletzte Person heraus“, sagte der stellvertretende Ortswehrführer Norman Mundt und berichtete: „Wir haben dort unten eine Puppe deponiert. Mit giftigen Gasen ist dort zwar nicht zu rechnen, aber wir haben auch mit Atemschutzgerät geübt. Doch das war gar nicht so einfach. Wir haben zwei Kameraden runtergeschickt. Sie hatten ihre Schutzmaske auf. Aber das Gerät musste hinterher runtergelassen werden. Der Schacht ist zu eng.“ Aus Steckleiterteilen haben die Kameraden eine Bockleiter hergestellt. Die Puppe konnten sie anschließend über ein Seil hochziehen. „Es ist zwar ein bisschen kompliziert, aber es hat funktioniert“, sagt Norman Mundt, der meint, dass es einfach wichtig war, auch einen solchen Fall zu üben.

Im Gegenzug gaben Manuela Rozicky und weitere Mitglieder der Wasserwacht Karstädt den Kameraden ganz praktische Tipps bei der Hilfe im Falle eines Badeunfalls. „Wir gehen ja auch an Seen oder im Meer baden. Da ist es doch nützlich zu wissen, wie man einem Menschen im Ernstfall helfen kann“, betont Mundt, der sich im Namen seiner Kameraden bei der Wasserwacht bedankt.  

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