Junge Familie schätzt die Prignitz als Heimat : „Unser Herz schlug hier“

Kathrin und Maik Stolz mit ihrem Sohnemann Frederik.
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Kathrin und Maik Stolz mit ihrem Sohnemann Frederik.

Familie Stolz versuchte ihr Glück in der Fremde, doch schnell stand fest: „Wir sind in der Prignitz zuhause“

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01. April 2017, 12:00 Uhr

Sie sind die Stolz: Kathrin und Maik mit ihrem Sohnemann Frederik, fünf Jahre alt. Seit Januar sind sie wieder Quitzower. „Da haben wir unser Haus auf dem Berg bezogen.“ Sie tragen nicht nur den Namen Stolz, sie sind auch stolz auf das, was sie geschaffen haben. Nur zu verständlich, denn viel Arbeit steckt in den eigenen vier Wänden, die übrigens zuvor der Oma gehörten, an den Sohn vererbt wurden, nun bereits für die dritte Generation und mit Frederik auch schon für die vierte das Zuhause sind.

An das eigentliche Alter des Hauses erinnert nur noch die Fassade aus Ziegeln. Im Innern empfängt den Besucher moderner Wohnkomfort, haben es sich die Stolz hübsch eingerichtet – eben wie eine junge Familie.

Kathrin ist als Außendienstmitarbeiterin tätig, Maik ist Krankenpfleger im Kreiskrankenhaus. Gemeinsam haben sie erst ihr Glück in Bad Segeberg versucht. Doch sofern sie frei hatten, ging es nach Hause, nach Quitzow zu den Eltern. „Wir sind einfach in Bad Segeberg nicht warm geworden. Unser Herz schlug hier“, erzählt die junge Frau. Rund zwei Jahre hielten sie durch, dann stand fest: „Wir gehen zurück.“ Wohnungsmäßig bot sich erst einmal Düpow an, dann Perleberg. Im Frühjahr 2016 begann schließlich der große Umbau in Quitzow, wurde das alte Haus komplett entkernt und dann völlig neu hergerichtet. Es ist ihr Zuhause, hier fühlen sie sich wohl. Maik, der auf dem Dorf großgeworden ist, kann und will sich gar nichts anderes vorstellen. Seiner jungen Frau, die in Perleberg aufgewachsen ist, geht es ähnlich. „Eine Großstadt hat bestimmt ihre Reize. Man muss sie gesehen, erlebt haben“, sind sich beide einig. Aber dann auch schnell wieder zurück nach Hause. „Uns fehlt es hier an nichts“, betont der 32-Jährige. Eigene vier Wände, die Eltern bzw. Schwiegereltern in der Nachbarschaft, was Gold wert sei für eine junge Familie mit Nachwuchs. „Wir haben Arbeit, ich beruflich eine Zukunft im und mit dem Krankenhaus“, so der junge Hausherr. „Mit dem Auto bin ich oftmals genauso schnell bei den Kunden, wie meine Kollegin aus Potsdam. Ich habe eben nur einige Kilometer mehr auf dem Tacho“, fügt seine Frau an. Kita, Schule, Ärzte, Kino, Gaststätten, Einkaufsmöglichkeiten, zwar nicht im Dorf, aber wer geht heute noch zu Fuß in den Supermarkt? Das Auto ist ein Gebrauchsgegenstand, gehört zum Leben wie Bad, Wohnküche und dergleichen. „Und wir wohnen, wo andere Urlaub machen würden“, sind sie sich sicher. Natur pur vor der Haustür und fernab von der Hektik der Städte. Hund, Katze – einen kleinen Tierpark haben die Großeltern, und Frederik braucht niemand zu erzählen, dass die Kühe lila sind. Hamburg, Berlin – trotzdem alles problemlos erreichbar, nach Schwerin – keine Entfernung. „Wir leben hier nicht auf einer Insel“, betont Maik Stolz. Für ihn steht außer Frage, ein Eigenheim hätten sie sich in einer Großstadt nie leisten können.  

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