Freilichtbühne Karstädt : „… und dazwischen die Baustelle“

Ein trauriges Bild gibt seit Jahren die Freilichtbühne im Karstädter Freizeitensemble ab.
Ein trauriges Bild gibt seit Jahren die Freilichtbühne im Karstädter Freizeitensemble ab.

Hervorragendes Freizeitensemble mit Schwimmbad und Sportplatz mit angrenzender Löcknitzhalle, nur die verfallene Freilichtbühne stört.

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14. Juni 2017, 05:00 Uhr

„Anlässlich unserer Feier 112 Jahre Feuerwehr Karstädt und dem Gemeindeausscheid wurden wir von Auswärtigen angesprochen, warum wir die Freilichtbühne nicht nutzen, wenn wir schon so ein schönes Ensemble haben“, berichtete Heiko Wegner, auch Ortsbeiratsmitglied in Karstädt, auf der Sitzung. Und er brachte es auf den Punkt: „Wir haben einen super Sportplatz mit Halle und ein super Schwimmbad und dazwischen die Baustelle.“

Und das schon seit Jahren. Die Freilichtbühne, viele Karstädter erinnern sich an bessere Zeiten, als dort Tanzveranstaltungen stattgefunden haben, verfällt zunehmend. Der Estrich ist kaputt, die Fliesen auf der Bühne hin, das Wasser an der Tanzfläche läuft nicht richtig ab und die Überdachung wahrlich kein schöner Anblick. „Die Stromversorgung ist ja da, so könnte auch die Beleuchtung gemacht werden. Zudem müsste auch die Zuwegung in Ordnung gebracht werden“, so Ortsbeiratsmitglied Gorden Strecker.

Seit Jahren unternimmt der Ortsbeirat Karstädt immer wieder einen neuen Anlauf. Denn allen ist bewusst, was für ein tolles Freizeitensemble dort eigentlich steht. Doch die Sanierung der Freilichtbühne ist die eine Seite, die Nutzung die andere. Die Mitglieder des Ortsbeirates verständigten sich darauf, dass sie sich noch einmal das Objekt ansehen und dazu Vertreter des Pächters Hertha Karstädt und Vereine einladen wollen, die Interesse haben, dieses zu nutzen. Nur wie will man ein Konzept erstellen, für etwas, das man nicht wirklich nutzen kann? Doch nur mit einem schlüssigen Konzept wird ein Schuh daraus, wie Ortsvorsteher André Lüdemann betont.

Denn Bauamtsleiter Christian Gadow machte eine grobe Kostenrechnung auf. Für den Boden und die Fliesen kämen in etwa 17  000 Euro und noch mal rund 10  000 Euro für Überdachung und Weiteres. Und er betonte, dass dort Handlungsbedarf bestehe. Doch das Geld hat die Gemeinde, die Eigentümerin des Geländes ist, nicht, wäre auf Fördergelder angewiesen. Dafür muss aber erst einmal ein Konzept für die Nutzung erstellt werden. Denn Fördergelder, hier käme das Leader-Programm in Frage, sind in einem solchen Programm immer mit Gemeinnützigkeit verbunden. Und wenn Vereine, Organisationen etc. die Freilichtbühne nutzen würden, wäre schon mal ein wichtiges Kriterium erfüllt.  

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