Wittenberge : Unbekannter zündelt in der Bäckerstraße

Ein Großaufgebot an Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei war am 10. April im Einsatz.
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Ein Großaufgebot an Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei war am 10. April im Einsatz.

Seit dem 10. April brannte es in dem Wittenberger Straßenzug bereits dreimal. Menschenleben gefährdet

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17. Mai 2017, 05:00 Uhr

Es hat wieder gebrannt, und wieder in der Bäckerstraße. Es war das dritte Mal innerhalb kurzer Zeit.

Gestern kurz vor 4 Uhr musste die Wehr zu dem großen Eckhaus an der Friedrichstraße ausrücken. Noch gestern Mittag war gut zu sehen, dass und wo auf dem Tritt direkt an der Haustür das Feuer brannte, die Flammen die Eingangstür teilweise verkohlten. Der Brand war beim Eintreffen der Rettungskräfte in der Nacht zwar bereits weitgehend erloschen, aber die Kameraden erledigten den Rest, kontrollierten Haus und Wohnungen, denn der Hausflur war bereits verraucht. Die drei Familien in dem Haus hatten riesiges Glück, dass das Feuer nicht weiter um sich griff, die Haustür vollständig in Brand setzte. „Denn“, so sagt Wittenberges Wehrführer Lars Wirwich, „Haustüren sind wichtige Fluchtwege. Wenn dort ein Feuer gelegt wird, gefährdet man damit ganz klar Menschen.“ Auch der Hauseigentümer, mit dem der „Prignitzer“ gestern kurz sprechen konnte, ist fassungslos, „wie Menschen so etwas tun können“.

In der unmittelbaren Nähe seines Hauses hatte es bereits in der Nacht zu Sonntag gebrannt. Unbekannte hatten zwei mit Kleidung gefüllte Säcke – in einem befand sich eine Sprayflasche – an das Hoftor bzw. an das Fenster jenes Wohnhauses gestellt. Zum Glück konnten Anwohner das Feuer löschen, bevor Menschen zu Schaden kamen.

Anders am 10. April, beim ersten Brand in der Bäckerstraße. Zwei Menschen zogen sich in jener Nacht eine Rauchvergiftung zu, als im Hausflur der Nummer 26 Unbekannte Zeitungen angezündet hatten. Die Feuerwehr war mit 24 Kameraden und einem Großaufgebot an Technik vor Ort, musste neun Bewohner über Leitern und Fluchthauben aus jenem Haus holen.

Die Polizei geht in allen drei Fällen von Brandstiftung aus. Einen Zusammenhang zwischen den Bränden wolle man nicht ausschließen, er sei schon durch die räumliche Nähe gegeben, sagte gestern im Gespräch mit dem „Prignitzer“ Ariane Feierbach von der Polizeidirektion Nord in Neuruppin.

Bereits am 2. Januar hatte in den Morgenstunden eine Brandserie Feuerwehr und Polizei in Atem gehalten. Bis heute sind der oder die Täter nicht gefasst.  

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