Von der Alster an die Elbe : Umzug nach Wittenberge

Die Johannes-Runge-Straße 25 hat einen neuen Besitzer gefunden.
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Die Johannes-Runge-Straße 25 hat einen neuen Besitzer gefunden.

Hamburger Familie kauft Rungestraße 25 und das Jahnschul-Viertel gewinnt weiter an Profil.

svz.de von
13. November 2014, 12:00 Uhr

Die Johannes-Runge-Straße 25 ist verkauft. Eine Hamburger Familie hat sich das rote Backsteingebäude als ihr künftiges Zuhause ausgeguckt. Die Großstädter ziehen damit quasi in die Provinz um, pendeln zum Arbeiten nicht mehr zwischen Hamburg und Berlin. Sie halbieren mit dem Umzug ihren Weg.

Für das Jahnschul-Viertel bedeutet der Entschluss der Großstädter einen weiteren Schritt hin zur Belebung und damit auch Aufwertung des gründerzeitlichen Quartiers. Wie Wittenberges stellvertretende Bauamtsleiterin Petra Lüdtke sagt, ist die für die Johannes-Runge-Straße 25 geplante Investition nur ein Beleg dafür, was sich in den kommenden Monaten in dem Wohngebiet verändern wird. Lüdtke hebt jene Projekte hervor, die in der Bürgermeister-Jahn-Straße und in der Karl-Marx-Straße geplant sind. „Dort konzentrieren sich derzeit Investitionen.“ Dem Straßenkarree komme in sofern eine spezielle städtebauliche Bedeutung zu, „weil es das Scharnier zwischen dem Wittenberger Zentrum und dem Jahnschul-Viertel bildet“.

Über das Haus in der Bürgermeister-Jahn-Straße 1, das gleichzeitig die Ecke zur Johannes-Runge-Straße bildet, ragt seit Tagen ein Kran in den Himmel. Am Kranhaken hängen die Balken für das neue Dach. Die Wohnungsbaugesellschaft saniert und modernisiert das Gebäude. Fördermittel fließen. Es handelte sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit der Prignitzer Lebenshilfe. Die stellvertretende Bauamtsleiterin spricht von einem Mutter-Kind-Haus. Tom Buchholz als Geschäftsführer des Lebenshilfevereins erklärt, was darunter zu verstehen ist. Die Wohnungen in dem Haus – auf jeder Etage entstehen drei – sind Menschen mit Handicap vorbehalten, die Eltern werden. „Benötigt eine Familie bzw. eine Mutter dann intensive Begleitung, wollen wir diese in unserem Mutter-Kind-Haus bieten“, so der Geschäftsführer. Außerdem ziele die Unterstützung der Lebenshilfe darauf, den Kindern die für ihre Entwicklung optimale Förderung zu kommen zu lassen.

Dem Ausbau des Hauses Nummer 1 schließt die WGW die Wohnhäuser 2 und 3 in diesem Straßenzug an. Sie werden mit dem Eckgebäude über einen Laubengang zum Hof hin verbunden sein. Petra Lüdtke wie auch Bauamtsleiter Martin Hahn heben hervor, welche wesentliche Rolle die Wohnungsbaugesellschaft seit Jahren im Stadtumbau übernimmt und betonen gleichzeitig, dass „wir als Stadt trotzdem stets auf der Suche nach weiteren Akteuren im Stadtumbau sind“.

Gefunden ist ein Privatinvestor für drei weitere Häuser in der Bürgermeister-Jahn-Straße. Er baut die Wohnhäuser 6, 7 und 8 um und aus. Die insgesamt 1184 Quadratmeter Wohnfläche werden zu 14 Wohnungen. Die Gebäude erhalten einen Aufzug und Laubengänge an der Hofseite. Die Modernisierung hat bereits begonnen.

In der gegenüberliegenden Straßenzeile, es handelt sich um die Karl-Marx-Straße , will ein privater Pflegedienst die drei Gebäude 20 bis 23 so umbauen, dass kleine Wohnungen entstehen, die für Hilfsbedürftige gedacht sind. Begonnen wird im Haus Nummer 23. Auch diese Investition soll laut Bauamt zeitnah erfolgen.


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