Umzug in die Perleberger Straße

<strong>Mit viel Aufwand</strong> ist dieses Haus vor Jahren umfassend saniert und als Domizil für die Wasserschutzpolizei  hergerichtet worden. Jetzt wird  das Gebäude in der Bad Wilsnacker Straße  in die Obhut des Brandenburgischen Landesbetriebes für Liegenschaften und Bauen gegeben zur Weiterverwertung.<foto>Barbara Haak</foto>
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Mit viel Aufwand ist dieses Haus vor Jahren umfassend saniert und als Domizil für die Wasserschutzpolizei hergerichtet worden. Jetzt wird das Gebäude in der Bad Wilsnacker Straße in die Obhut des Brandenburgischen Landesbetriebes für Liegenschaften und Bauen gegeben zur Weiterverwertung.Barbara Haak

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22. Januar 2013, 10:08 Uhr

Wittenberge | Die Wasserschutzpolizei hier in Wittenberge ist umgezogen. Die insgesamt 14 Kollegen seien seit Freitag im Gebäude des Polizeireviers in der Perleberger Straße 89 anzutreffen und damit über die Telefonnummer 03877 / 9300 zu erreichen. Kurz und knapp liest sich dieser Umzug in der Meldung der Polizeidirektion Nord aus Neuruppin. Ein Umzug eben, über den die Bürger informiert sein sollten? Nein. Dieser Umzug ist viel mehr. Er signalisiert: Die Entscheidung, wo die Polizei künftig in Wittenberge ihren Sitz haben wird, ist zu Gunsten des großen, 1998 errichteten Zweckbaus in der Perleberger Straße gefallen.

Selbstverständlich war diese Entscheidung aus Sicht von Abgeordneten und vielen Wittenbergern nicht. Als im Zuge der Polizeistrukturreform seitens der Landesverwaltung über die Zusammenlegung der beiden hiesigen Standorte diskutiert wurde, kam auch das Fachwerkhaus in der Bad Wilsnacker Straße - Sitz der Wasserschutzpolizei - ins Gespräch. Politik, Verwaltung und Elbestädter wehrten sich gegen die mögliche Absicht, künftig in dem kleineren Haus sämtliche Polizeikräfte für Wittenberge zu konzentrieren, weil die Räumlichkeiten für die Wasserschutzpolizei, den Revierdienst, den Wach-und Wechseldienst sowie Kräfte der Kriminalpolizei nicht ausgereicht hätten. Die Wittenberger fordern trotz Polizeireform für ihre Stadt eine starke Polizeipräsenz. Eine Bürgerinitiative trug dafür Tausende Unterschriften zusammen.

Gestern zeigte sich Siegfried Reinhardt, bei dem die Fäden dieser BI zusammenlaufen, "erst einmal erleichtert" über die Potsdamer Entscheidung. "Dass es so gekommen ist, daran haben Abgeordnete, Bürgermeister und viele Wittenberger Anteil. Wie wichtig eine starke Polizeipräsenz in der Stadt ist, das haben die jüngsten Ereignisse gezeigt. Dafür müssen wir uns weiter stark machen", so Reinhardt.

"Es muss uns gelingen, den Polizeistandort so stark wie möglich zu halten", positioniert sich auch Bürgermeister Dr. Oliver Hermann und begrüßt das Landesvotum für das vor 15 Jahren als Wache errichtete Haus in der Perleberger Straße. "Wir halten das für die richtige Entscheidung, weil es in der Bevölkerungswahrnehmung der Polizeistandort an sich ist, vor allem aber auch, weil die funktionale und technische Ausstattung für künftige Entwicklungen die richtige Basis bietet."

Keinen Zweifel, dass die Standortentscheidung so fallen würde, hatte der Leiter der Prignitzer Polizeiinspektion Peter Schröder. "Es war nie anders gedacht", sagte er gestern.

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