Arge Prignitzbus : Umzug an den Bahnhof

Liane Jochinke vor dem ServiceStore, in dem sich ab 1. Januar die Mobilitätszentrale befindet.
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Liane Jochinke vor dem ServiceStore, in dem sich ab 1. Januar die Mobilitätszentrale befindet.

Arge Prignitzbus eröffnet am 1. Januar Mobilitätszentrale im ServiceStore und schließt jene in der Stadtinfo

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29. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Prignitzbus eröffnet zum 1. Januar eine neue Mobilitätszentrale direkt am Bahnhof. Ihren Sitz wird sie im dortigen ServiceStore-Kiosk haben, informiert Karin Jansen als Arge-Standortleiterin. Die Arge als Dienstleister für den Öffentlichen Personennahverkehr im Landkreis habe dazu mit dem Kioskpächter Karen Ruben Grigoryan die entsprechende Vereinbarung getroffen. „Wir bieten in der Mobilitätszentrale das gesamte Fahrscheinsortiment des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) an“, erklärt die Standortleiterin. Das können sowohl Fahrkarten für den Regionalexpress, für U-, S- und Straßenbahn in Potsdam und Berlin sein wie auch ein ganz einfacher Busfahrschein für eine Stadttour in Wittenberge oder Perleberg.

Mit der Neueröffnung am Bahnhof werden in der Touristinformation keine Fahrscheine mehr für den VBB angeboten. Die Arge schließt ihre dortige Mobilitätszentrale, informiert Jansen auf Nachfrage.

Aus Sicht der Standortleiterin bietet sich der Kiosk am Bahnhof als Standort besonders aus zwei Gründen an: „Wer mit den Automaten nicht klar kommt oder – aus welchen anderen Gründen auch immer – dort seine Fahrkarte nicht lösen kann oder möchte, findet im Kiosk persönliche Ansprechpartner.“ Als zweiten Grund nennt Jansen die günstigen Öffnungszeiten des ServiceStores von 5 bis 21 Uhr unter der Woche sowie von 7 bis 21 Uhr an Sonn- und Feiertagen.

Vier Mitarbeiterinnen sind in dem Kiosk beschäftigt. Sie müssen mit Beginn des neuen Jahres in der Lage sein, den Kunden die gewünschten und richtigen Fahrkarten für den gesamten Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg zu verkaufen. Das schließe ein, dass die Kioskbeschäftigten den Reisenden auch beraten müssen, welches beispielsweise die günstigsten Fahrkarten sind, wie das Brandenburg-Ticket funktioniert, wann eine Einzelfahrkarte günstiger ist, erläutert Arge-Mitarbeiterin Liane Jochinke.

Bei einem Vor-Ort-Termin am Donnerstag im Kiosk waren die beiden dort gerade Dienst habenden Kollegen dabei, etwas Praxis am Fahrzeugbordrechner, über den der Fahrkartenverkauf ab 1. Januar laufen muss, zu erwerben. Schwierigkeiten bereitete ihnen offensichtlich noch, auf detaillierte Fragen zum Fahrscheinsortiment Auskunft zu geben. Auf Nachfrage betonen Karin Jansen und Liane Jochinke, „dass die Mitarbeiterinnen „in den Verkauf per Fahrzeugbordrechner selbstverständlich eingewiesen wurden“. Schnellst möglich werde nun noch eine Einweisung zum Fahrscheinsortiment im Detail folgen.

Nicht erwarten könne der Kunde aber Auskünfte zu Fahrplänen. „Das gehört nicht zum Leistungsangebot unserer Mobilitätszentrale“ sagt die Standortleiterin und verweist darauf, „dass die Kunden dazu telefonisch oder per Mail bei uns in der Arge Prignitzbus nachfragen können“.

Dass der Beratungsbedarf – auch zum Fahrplan – hoch und vor allem auch zeitaufwändig ist, weiß Frauke Spiller als Mitarbeiterin in der Touristinformation aus der Erfahrung der letzten Monate in Bezug auf die Mobilitätszentrale. Die Arge schließt die dortige Mobilitätszentrale, „eben weil der Fahrkartenverkauf dort recht schleppend war“, so Jansen. Das bestätigt Spiller: Der Verkauf habe sich gegenläufig zur Beratungsnachfrage entwickelt.

Tickets für den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg einschließlich ganz normaler Busfahrkarten für Touren in der Stadt oder der Region können Fahrgäste übrigens auch direkt im Reisezentrum – kurz am Fahrkartenschalter im Empfangsgebäude – erwerben.

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