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Der Prignitzer

21. November 2017 | 18:08 Uhr

Dorffeste : Umzüge und Bauernolympiade

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der Reigen der Erntefeste in der Prignitz ging am Wochenende weiter und letztendlich spielte auch noch das Wetter mit

von
erstellt am 11.Sep.2017 | 08:00 Uhr

Die Ernte ist eingefahren, auf den Dörfern wird das traditionell gebührend gefeiert. Am Wochenende vergnügten sich Hunderte auf Erntefesten in der Prignitz. Musste noch am Morgen im Regen alles aufgebaut werden, hatte das Wetter ab mittags dann doch noch mit vielen ein Einsehen.

Mit einem Umzug historischer und moderner Landtechnik durch Bendelin zur Festscheune wurde das Erntefest eröffnet. Am Nachmittag sorgten die Rheinluch-Musikanten für Unterhaltung in der Halle während draußen die Traktoren ihre Kraft zeigen mussten. Auf einem weichen Untergrund galt es für kleine und große, für alte und neue Modelle schwere Walzen so weit wie möglich zu ziehen. Dabei zeigten vor allem die kleineren Traktoren, wozu sie in der Lage sind. Am Abend klang das Erntefest mit einem Tanz in der Scheune aus.

Ausgiebig ist der Ernteumzug in Laaslich, geht es doch auch nach Lenzersilge. Eineinhalb Stunden waren die bunt geschmückten Gefährte aller Art unterwegs. „Als wir losgefahren sind, hat es noch geregnet, jetzt scheint die Sonne“, verkündete Ortsvorsteherin Rita Zuther bei der Begrüßung. Und die Dorfbewohner waren sich einig: „Der liebe Gott muss ein Laaslicher sein.“

Mit dem vielseitigen Rahmenprogramm war es einmal mehr ein Dorffest, zu dem bei immer besserem Wetter zahlreiche Gäste erschienen. „Das Erntefest ist bei uns schon ein Höhepunkt im Jahr“, sagen Rita Zuther und Barbara Minnemann, die Vorsitzende des Kulturvereins. Und man muss sich immer mal was Neues zur Belustigung einfallen lassen. Diesmal kam zum traditionellen Kuhfladenroulette auch noch das Bierhumpenstoßen. Für den musikalischen Höhepunkt sorgten die Laaslicher Rita Zuther, Lena Schubert sowie Kat und Frank Stoijanov, die ein Jahr gemeinsam im stillen Kämmerlein probten und nun vor die Laaslicher traten.

Mit über 20 Wagen zog der Umzug in Pirow von der Agrargenossenschaft zum Dorfplatz. Pünktlich zum Start hatte es zumindest zu regnen aufgehört. „Das ist das erste Mal, dass wir so ein besch… Wetter haben“, sagte Pirows Bürgermeister Uwe Kessler.

Aber dennoch, die Pirower und ihre Gäste hatten sich bei ihren bunt geschmückten Wagen einiges einfallen lassen, wie auch die Bewohner an ihren Häusern. „Zu Hochzeiten unserer Erntefeste hatten wir 40, 50 Wagen“, erinnert sich Kessler. Und früher sei der Erntefestumzug auch noch nach Burow unterwegs gewesen. „Da steht heute ja keiner mehr an der Straße. Jetzt fahren wir hier im Dorf die Runde, wir sind ja ein Runddorf und da spielt sich alles in der Mitte ab“, meinte augenzwinkernd Uwe Kessler. Und er hat recht. Die Besucher säumten den Dorfring und den Platz. Dann wurde gefeiert.

Genauso wie in Pröttlin. Hier sehen der Kulturverein und Ortsbeirat aber seit 2008 von einem Ernteumzug ab. „Das ist ja auch immer mit einem Aufwand verbunden, aber das heißt ja nicht, dass wir das nicht wieder machen“, so die Vereinsvorsitzende Marina Maaß. Auch eine Erntekrone gab es nicht. Dafür aber eine Erntegirlande, die das Festzelt schmückte. Wie seit Jahren bei der Erntekrone war auch da Christiane Holtmann federführend.

Und die Pröttliner haben sich noch etwas einfallen lassen – eine Bauernolympiade mit Kuhmelken, Stiefelweitwurf, Maiskolben-Hochwurf, Getreide mahlen. Besonders die Kinder hatten ihren Spaß. Marina Maaß weiß: „Früher waren Erntefeste eher landwirtschaftlich bezogen, heute sind sie ein gesellschaftliches Fest.“ Das zeigte sich einmal mehr auf dem Sportplatz, wo auch die Feuerwehrkameraden zum Gelingen beitrugen, genauso wie zur Kaffeezeit die Grabower Blasmusik.

 
 

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