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Perleberg : Umzäunung in historischem Flair

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt investiert 48 000 Euro, um Außengelände des Freizeitzentrums neu und ansprechend zu gestalten

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erstellt am 08.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Das Gebäude des Freizeitzentrums „Effi“ macht insgesamt einen passablen Eindruck. Derweil wurde auch der alte Kiosk bereits abgerissen und damit endet seine Geschichte, die als Gartenlaube einst begann. In die Jahre gekommen lohnte eine Sanierung damals nicht. So baute die Stadt 1950 eine neue, massive Laube, die dann von der Gesellschaft für Deutsch-sowjetische-Freundschaft genutzt wurde. Ab 1980 wurde der Kiosk, wie die Laube im Volksmund hieß, an die Post vermietet. Bis Anfang der 90er Jahre konnte man hier Zeitungen kaufen. Dann wurde es recht still um und im Kiosk, für den es fortan kaum noch eine rechte Nutzung gab und von dem sich die Stadt nun getrennt hat. Der Bereich wird jetzt gepflastert und eine neue, gemauerte Einfriedung erhalten, so die Vorstellungen der Stadt. Ende August soll es losgehen und bis Oktober in etwa dauern. Rund 48 000 Euro hat die Stadt dafür veranschlagt. Mit im Boot hier auch die Untere Denkmalpflege, denn schließlich ist das Gebäude des Freizeitzentrums, sprich das Perleberger Logenhaus, etwas Besonderes und wird seit 1998 als Einzeldenkmal geführt.

„Es bildet durch seine Vielgliedrigkeit und detailfreudige Gestaltung einen wichtigen Blickfang am Übergang von der historischen Altstadt zur Vorstadt“, erklärt in einem Beitrag Ortrud Effenberger, Sachbereichsleiterin Denkmalschutz des Landkreises.

Errichtet wurde das Gebäude 1909 nach einem Entwurf des Perleberger Bauunternehmers Max Viereck (1860 – 1937). Jener spielte durchaus eine bedeutende Rolle im öffentlichen Leben der Stadt, war Abgeordneter, stellvertretender Bürgermeister und Mitbegründer des Perleberger Museums. Heute ist das Logenhaus „Zur Perle am Berge“ eines der wenigen im Land Brandenburg noch erhaltenen Logenhäuser.

Mit der Schließung der Perleberger Loge 1935 fungierte das Gebäude als Offizierskasino. Im Juli 1947 wurde es dann dem Finanzamt der Stadt überlassen und hier ein städtischer Kindergarten eingerichtet. 1950 wurde es „Haus der Deutsch-sowjetischen Freundschaft“ und später Jugendklubhaus, in dem unter anderem am Wochenende Tanzveranstaltungen stattfanden. 1991 wurde es dann Vereinshaus, und die Stadt übernahm es von der Loge zur Nutzung. Im Dezember 1997 zog das Freizeitzentrum „Effi“ aus der Lindenstraße in das Haus an der Stepenitz, wie Sylvia Pieper, Leiterin des Stadtarchivs, in Erfahrung brachte.  

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