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25 Jahre im Ehrenamt : Um keinen Rentenrat verlegen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Manfred Kleber ist seit 25 Jahren im Ehrenamt als Versichertenberater tätig und hat keine Scheu vor Belegen und Formularen

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erstellt am 11.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Manfred Kleber hilft Menschen, die Informationen benötigen, berät sie und stellt Anträge – uneigennützig und kostenlos. Wer Fragen oder Probleme mit seiner Rente hat, findet in Manfred Kleber den richtigen Ansprechpartner. Er ist, wie es die Deutsche Rentenversicherung formuliert, „Helfer in der Nachbarschaft“ und das seit 25 Jahren. Vor kurzem würdigten Cord Peter Lubinski als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Bund und Gundula Roßbach als deren Präsidentin in Berlin ehrenamtliche Versichertenberater für ihre langjährige Tätigkeit. Manfred Kleber gehörte dazu.

Egal, ob beispielsweise Kontenklärungen oder Rentenanträge stellen, in jedem Fall hat das mit viel Papier zu tun. Das liegt nicht jedem. Manfred Kleber aber ja. „Ich war im Nähmaschinenwerk in der Abteilung Datenverarbeitung und Organisation tätig und habe wirklich keine Kontaktschwierigkeiten, wenn es um Belege, Formulare und Anträge geht“, sagt Kleber und schmunzelt. Ehrenamtliche Versichertenberater werden über die Sozialwahlen bestimmt, erklärt Kleber. Er war bzw. ist Kandidat der Gewerkschaft und über diese seit 1992 immer wieder neu gewählt worden. Eine Legislaturperiode dauert sechs Jahre.

Das ehrenamtliche Wirken der Helfer in der Nachbarschaft umrissen die beiden obersten Vertreter der Deutschen Rentenversicherung bei deren Ehrung mit den Worten, die Helfer seien „wichtige Ansprechpartner für Versicherte und Rentner, denn sie beraten kostenlos zu Fragen der Rentenversicherung“. „Sie kümmern sich um die Anliegen der Versicherten, nehmen Anträge auf und lassen auf Wunsch beim zuständigen Rentenversicherungsträger den gegenwärtigen Rentenanspruch berechnen“. Das verlangt dem Berater jede Menge Wissen ab. Manfred Kleber berichte von regelmäßig stattfindenden Schulungen, einmal im Jahr geht es außerdem für eine Woche zum Lehrgang. Die Weiterbildung, „bei der wir auf den neuesten Stand gebracht werden“, und der Austausch mit den anderen Versichertenberatern sei unersetzbar für seine Tätigkeit, sagt er.

Wer mit seinem Rentenproblem zu Manfred Kleber kommt, muss in der Regel ein Stück Lebensgeschichte offenbaren, häufig auch Persönliches darlegen, damit Kleber gegebenenfalls auch Nachforschungen betreiben kann. „Was in diesem Arbeitszimmer hier in unserer Wohnung gesprochen wird, bleibt auch hier im Raum“, betont er nachdrücklich. Das gehöre mit zu den obersten Prinzipien der ehrenamtlichen Beratertätigkeit.

In den 25 Jahren als ehrenamtlicher Versichertenberater hat Kleber 2910 Sprechstunden abgehalten, 11520 Beratungen durchgeführt, sowie genau 5600 Anträge gestellt. „Ich bin wie alle anderen ehrenamtlichen Berater der Deutschen Rentenversicherung gegenüber abrechnungspflichtig“, betont Kleber und fügt noch erklärend hinzu, „dass ich auch als offizielle Rentenaufnahmeantragsstelle fungiere“. Müßig zu sagen, dass ein Berater heute natürlich auf einen Computer angewiesen ist, Anträge beispielsweise online an die Rentenversicherung gehen. Für Kleber kein Problem, wie er sagt. Der 82-Jährige stellt sich all diesen Herausforderungen, ist, wie er sagt, auch froh, diese zu haben, und das in mehrfacher Hinsicht. „Ich kann Menschen helfen, ich kann mich regelmäßig weiterbilden und es ist interessant.“

 

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