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Bronzestadtmodell Perleberg : Um eine Sensation reicher

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Zahlreiche Perleberger beim historischen Moment der Enthüllung ihres Bronzestadtmodells zwischen Rathauseingang und Standesamt

svz.de von
erstellt am 19.Mai.2014 | 08:00 Uhr

„Das ist eine Sensation für so eine kleine Stadt wie Perleberg. Es ist eine Selbstverständlichkeit als alter Perleberge heute hier hin zu kommen. Ich finde es toll“, zeigte sich Ute Gerloff begeistert. Sie gehörte zu den vielen Perlebergern und den zahlreichen Sponsoren, die am frühen Samstagabend nicht den Augenblick verpassen wollten, als der Vorsitzende des Bürgervereins, Dieter Kreutzer, Bürgemeister Fred Fischer, der Künstler Egbert Broerken aus dem westfälischen Soest, mit tatkräftiger Unterstützung der vierjährigen Charlotte das Bronzemodell des historischen Stadtkerns zwischen dem Rathauseingang und dem Standesamt enthüllten. „Man macht sich viele Gedanken um einen prominenten Standort. Hier bewegen sich viele Besucher, Touristen und Einheimische“, so der Bürgermeister.

Sofort nach der Enthüllung drängten sich alle um das 1 x 1,60 Meter große Modell und „liefen“ mit den Fingern durch die Straßen und Gassen ihrer Stadt. Egberg Broerken hat in vielen Städten sein Projekt „Stadtmodell zum Sehen, Fühlen und Begreifen“, und dabei ganz besonders wichtig auch mit Erläuterungen in Blindenschrift, verwirklicht – und so nun auch in Perleberg.

Die kleine Charlotte fragte denn auch gleich ihren Opa, wo sie denn wohnen würden. Und die Einheimischen erkannten sofort die markanten Punkte ihrer Stadt. „Das Modell ist eine Bereicherung für jeden, der sich stadthistorisch interessiert. Man findet immer etwas Neues“, meinte die Perlebergerin Annelie Lüdemann. So wie sie, waren alle, die bei dem historischen Moment dabei waren, tief beeindruckt und stolz zugleich.

„Im Land Brandenburg gibt es nur drei dieser Stadtmodelle: in Brandenburg, in Sans Soucci und nun bei uns. Wir sind die kleinste Stadt, die so ein Modell präsentieren kann“, verkündete Dieter Kreutzer.

Und er hatte sich dafür vehement stark gemacht. „Wir wollten es wirklich vom Verein her alleine stemmen. Für mich ist wichtig, dass wir als Vorstand des Bürgervereins im April 2012 den Beschluss gefasst hatten, mit dem Bronzestadtmodell einen sichtbaren Beitrag zur Stadtkultur beizutragen. Aber so ist es viel besser. Ich möchte der Stadt nochmal danken, dass sie so schnell eingestiegen ist. Wir sind auch den Sponsoren sehr, sehr dankbar. Von allen wurde unser Vorhaben von Anfang an begrüßt“, richtete der Vereinsvorsitzende seine Worte an die Förderer, die auf dem Stadtmodell verewigt sind.

Durch einen Kooperationsvertrag zwischen des Sanierungsträgers BIG Städtebau GmbH, der Stadt und dem Bürgerverein konnten die Kosten für letzteren um 50 Prozent der 26 000 Euro Gesamtkosten reduziert werden. Der Großteil der Vereinskosten kommen aus den Sponsorengeldern.

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