Wittenberge am Wasser erleben : Uferpromenade: Radfahren erlaubt

23-58400966.JPG

Bau- und Werkausschuss setzen Schlusspunkt unter die Diskussion zur Nutzung des neuen Weges am Wasser

von
13. Februar 2014, 08:00 Uhr

Es ist entschieden: Auf der neuen Promenade zwischen Ölmühlgelände und Schifffahrtsamt dürfen künftig auch Radfahrer rollen. Dafür wird das entsprechende Zusatzschild „Radfahrer frei“ an den drei Zu- bzw. Abfahrten zum rund 600 Meter langen Uferweg aufgestellt. Nach widersprüchlichen Meinungen darüber, ob künftig nur Fußgänger oder eben auch Pedalritter auf dem Uferweg willkommen sind, setzten auf einer gemeinsamen Sondersitzung die Mitglieder des Bau- sowie des Werkausschusses für den Kultur- und Tourismusbetrieb am Dienstagabend einen Schlusspunkt unter ihre Debatten.

Die Mehrheit votiert an diesem Abend mit Ja. Drei Abgeordnete sagen Nein. Bernd Gerhardt (FDP) und Hans-Joachim Lüttschwager (CDU) begründen ihr Nein mit dem Verweis darauf, dass eine Promenade schon dem Wortinhalt nach Fußgängern vorbehalten ist. Sie sehen Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern voraus. Dr. Elmar Habenicht (FDP) spricht neben diesen Bedenken auch den Aspekt an, dass die Touristen doch durch die Stadt fahren sollen, um hier Geld zu lassen. Bleiben sie am Wasser und folgen nicht der Ausschilderung durch den Packhof, so Dr. Habenicht, sei dieses Ziel nicht erreicht.

Auf die Vernunft der Radfahrer, die man ja an besonders neuralgischen Punkten des Uferwegs zum Absteigen auffordern sollte, setzt hingegen die Mehrheit. Karsten Korup (SPD) und Lieselotte Hetze (SPD) bringen zur Ausschusssitzung sogar schon Entwürfe von Schildern mit, mit denen Radler zum Absteigen motiviert werden können.

Unstrittig ist, der neue Uferweg ist mit seinen insgesamt rund sechs Metern Breite, in deren Mitte sich ein rund 3,50 Meter breiter Klinkerstreifen befindet, breit genug für eine gemeinsame Nutzung von Leuten zu Fuß und per Rad. Torsten Diehn, sachkundiger Einwohner, verweist auf den Elbdeich, „wo es häufiger noch schmaler ist“, und trotzdem nutzen Spaziergänger und Radfahrer ihn gemeinsam. Auch Hubert Finke als sachkundiger Einwohner sagt, er erlebe an der Elbe täglich den sogenannten Mischverkehr. „Und es klappt.“

Torsten Diehn gibt noch einen weiteren Aspekt zu bedenken, als er fragt: „Soll ich mit meinem Auto bis in die Bad Wilsnacker Straße fahren, es dort abstellen, um dann auf der Promenade spazieren zu gehen?“ Das sei eher nicht anzunehmen. Viele Wittenberger würden doch wohl mit dem Fahrrad kommen, um dann am Wasser entlang zu fahren. Die Abgeordneten entscheiden sich für jene unter den von Uwe Karger vorgeschlagenen Varianten, nach der die Pedalritter auf dem neuen Weg am Wasser radeln dürfen, aber laut Straßenverkehrsordnung unbedingt Rücksicht auf die Fußgänger nehmen müssen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen