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Prignitzer-Leserin aus NRW : Überraschung zum Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Irmgard Jürgens aus Königswinter war 59 Jahre Abonnentin des „Prignitzers“. Die gebürtige Wittenbergerin zog vor rund zehn Jahren in die Nähe von Bonn, ihre Heimatzeitung nahm sie mit. Ihre langjährige Freundin überrascht sie zum Geburtstag.

svz.de von
erstellt am 04.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Die Redaktion des „Prignitzers“ wünscht Irmgard Jürgens aus Königswinter bei Bonn alles Gute zu ihrem heutigen 91. Geburtstag. Die Seniorin wohnt zwar im fernen Nordrhein-Westfalen, ist aber gebürtige Wittenbergerin. Vor rund zehn Jahren zog sie ins über 500 Kilometer entfernte Königswinter. Eine vertraute und liebgewonnene Sache, die sie auch an ihrem neuen Wohnort nicht missen wollte, nahm sie damals mit: den „Prignitzer“.

„Irmgard ist seit 1954 Abonnentin und wollte es bleiben, um auch weiterhin über ihre Heimatstadt Wittenberge informiert zu sein“, erzählt Elke Klinkradt. Die 69-jährige Wittenbergerin und Irmgard Jürgens verbindet seit Jahrzehnten eine tiefe Freundschaft. Zum 91. Geburtstag ihrer Freundin wollte Elke Klinkradt ihr eine Freude machen und informierte noch im alten Jahr unsere Redaktion über das Ereignis. Doch dann erfuhr sie, dass ihre Freundin das Zeitungsabo zum Beginn des neuen Jahres abbestellt hat. „Vor etwa einem Jahr ging es ihr gesundheitlich schlechter, seitdem lebt sie im Pflegeheim. Das Lesen geht nicht mehr so gut wie früher, deshalb hat sie nun doch gekündigt“, sagt Elke Klinkradt, die selbst Leserin des „Prignitzers“ ist und ihre Freundin auch weiterhin über ihre Heimatstadt auf dem Laufenden hält.

Kennengelernt haben sich die Frauen 1965 im Raw. Irmgard Jürgens leitete dort den Bereich Versand. Wenig später kam die gelernte Eisenbahnerin Elke Klinkradt in ihre Abteilung. „Sie war meine Chefin“, berichtet sie. Die beiden Frauen verstanden sich auf Anhieb, schnell entstand eine Freundschaft, die trotz des großen Altersunterschieds Bestand hatte. „Sie war eine sehr resolute Person und ist es auch heute noch. Mit ihren 1,55 Meter musste sie sich ja durchsetzen, um als Vorgesetzte respektiert zu werden. Wegen ihrer geringen Körpergröße wurde sie von allen liebevoll „Lütte“ genannt. „Das hat ihr nichts ausgemacht, sie wird heute noch gern so genannt“, erzählt Elke Klinkradt lächelnd.

Irmgard Jürgens blieb unverheiratet, hatte zuletzt in Wittenberge keine Verwandten mehr. Ihr jüngster Bruder, ihre Nichten und Neffen wohnten schon lange in Königswinter und holten die Seniorin schließlich zu sich. Der Kontakt zu Elke Klinkradt brach jedoch nicht ab: „Wir sehen uns immer noch ein, zwei Mal im Jahr und telefonieren viel“, sagt sie. „Mein Sohn ist nach Duisburg gezogen und jedes Mal, wenn ich ihn besuche, mache ich auch einen Abstecher zu ihr.“ Erst zu Weihnachten war sie wieder bei ihr, wo das obige Foto entstand. „Den Bericht im ,Prignitzer’ schicke ich ihr per Post zu“, verspricht Elke Klinkradt. „Das wird eine tolle Überraschung.“

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