Straßenbau rund um Reetz : Über die Felder nach Reetz

Der Straßenunterbau besteht aus Recyclingmaterial.
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Der Straßenunterbau besteht aus Recyclingmaterial.

Ländlicher Wegebau soll für mehr Sicherheit sorgen – Umsetzung nach langer Vorlaufphase

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06. September 2017, 08:00 Uhr

Nach zehn Jahren voller kleiner Erfolge und größerer Rückschläge wird die Ortsverbindung Reetz/Wüsten-Vahrnow nun spätestens Anfang Oktober fertiggestellt. Das wurde auf der jüngsten Bauberatung festgelegt.

Ursprünglich war die Einweihung Ende August anvisiert worden, aber das Wetter machte einen Strich durch diese Rechnung. Mehr als zwei Wochen konnten die Bauleute mit ihrer schweren Technik nicht an die Trasse gelangen, die ebenfalls zum Teil durchfeuchtet wurde. Dann hielt fehlender Nachschub an Recyclingmaterial für den Unterbau infolge des allgemeinen Baubooms die Arbeiten auf.

„Jetzt geht es mit hohen Tempo vorwärts“, schätzte Peter Jonel, Bauamtsleiter des Amts Putlitz-Berge die aktuelle Situation ein. „Der neue Termin ist realistisch.“

Der größte Teil der fast 2,7 Kilometer langen Strecke von Wüsten-Vahrnow über die Felder ist bereits fertiggestellt. In wenigen Tagen beginnen dann die Arbeiten am kurzen aber komplizierten Reststück von Reetz aus. Es führt unmittelbar an Grundstücken und einem kleinen Kopfweidenbiotop vorbei.

Die Gesamtkosten betragen rund 985 000 Euro. Mehr als 735 000 Euro übernimmt das Land. Der Weg wird auf drei Meter Breite mit Spurbahnen in Pflasterbauweise, einer Mittelbefestigung und Rasensteinen ausgebaut.

„Wir sprechen hier zwar von ländlichem Wegebau, aber neben den Agrarbetrieben haben auch viele Einwohner Interesse an dieser sicheren Strecke zwischen den beiden Ortsteilen der Gemeinde Gülitz-Reetz abseits der vielbefahrenen und auch vom Schwerverkehr genutzten L 13“, betonte Jonel.

Im Anschluss an die Bauarbeiten werden als Ausgleich für Flächenversiegelungen durch die Straße 95 Apfel- und Birnenbäume gepflanzt.

Die Pläne für eine Ortsverbindung zwischen Reetz und Wüsten-Vahrnow werden bereits seit zehn Jahren verfolgt und aus Sicherheitsgründen wegen des zunehmenden Verkehrs auf der L 13 intensiviert. Zudem bietet die Verbindung einen Anschluss an weitere ausgebaute Wege abseits der Hauptverkehrsstraßen in Richtung Pirow und Berge, die für Schulwege per Fahrrad, aber auch Einkäufe und Arztbesuche in Berge genutzt werden können.

Probleme mit der Trassenführung, der Vermessung und Fördermitteln hatten das Projekt lange blockiert. Auf dem ursprünglichen Weg im laufe der Jahre entstandene Bauten sorgten für zusätzliche Schwierigkeiten.
 

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