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Perleberger Hobbymeteorologe : Über 20 Ordner nur Wetterdaten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Seit 1993 beobachtet Hobbymeteorologe Günter Redlin das Geschehen an der Perleberger Wetterfront und notiert Tag für Tag alle Daten

Seit 1993 beobachtet Günter Redlin, was sich wettertechnisch am Himmel über Perleberg tut. Begonnen hatte alles einmal mit der Temperatur. Täglich las er sie ab und notierte die Werte. 1998 dann kam der Niederschlag hinzu und ab 2001 erfasste er auch die Luftfeuchte, den Luftdruck und die Windrichtungen. Alle diese Daten füllen inzwischen an die 20 dicke Ordner und einige hundert Meter Papierrollen. Auch wenn die Werte einzig für Perleberg relevant sind, so vermitteln sie dennoch Interessantes.

Stichwort Niederschläge: Die Jahresmittelmenge liegt für die Stadt bei 861 Liter pro Quadratmeter, für Potsdam seien es 681 Liter pro Quadratmeter. Als Tagesmittel hat Günter Redlin für Perleberg 10,3 Liter pro Quadratmeter ermittelt, das Land liege bei 9 Liter pro Quadratmeter. „Das heißt, in unserer Region haben in den 21 Jahren die Niederschläge zugenommen, es ist feuchter geworden“, resümiert der 88-Jährige. Für ihn belegt dies, dass die Prignitz die niederschlagsreichste Region im Land sei. Eine Ausnahme bilde das Jahr 2003, da fielen nur 590 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter.

Seit 1998 zählte der Perleberger Hobbymeteorologe 197 trockene Tage und 168 Regentage. Letztere fallen inzwischen aber immer öfter sehr heftig aus. Binnen von anderthalb Stunden fielen beispielsweise am frühen 19. August 2013 in der Stadt 56 Liter Regen auf den Quadratmeter. „Wir sprechen hier von heftigem Starkregen, das heißt 25 Liter in der Stunde oder 35 Liter in sechs Stunden.“ Im Zeitraum von 2001 bis 2012 weisen die Aufzeichnungen von Günter Redlin 26 Mal Starkregen über Perleberg aus.

Nicht weniger interessant ist die Entwicklung der Temperatur. Innerhalb der 21 Jahre zählte der Hobbymeteorologe 305 Sommertage, das heißt, das Thermometer zeigte 25 Grad Celsius und mehr an. „Das sind nicht viele Tage, eher Durchschnitt.“ Die niedrigsten Temperaturen in der kalten Jahreszeit hat Günter Redlin im Januar 1993 mit Minus 17 Grad Celsius und im Februar 1996 mit Minus 20 Grad Celsius gemessen. Insgesamt kam er in den 21 Jahren auf 364 Frosttage, davon lagen im Frühling 38 und im Herbst 151. Die höchste durchschnittliche Jahrestemperatur erreichte Perleberg im Jahr 2007 mit 15,21 Grad Celsius, die niedrigste im Jahr 1993 mit nur 5 Grad Celsius.

Übrigens, die höchste Sonnenstundenzahl bescherte das Jahr 2008 der Stadt mit 1671 Stunden. Die höchsten Durchschnittstemperaturen verzeichnete der Hobbymeteorologe für den April 2005 mit 24 Grad Celsius, den Mai 2007 mit 27 Grad Celsius, den Juni 2008 mit 31 Grad Celsius und den Juli 2010 mit 37 Grad Celsius.

Die meisten Frosttage im Zeitraum von 1993 bis jetzt stehen für den Januar (136). Doch für den Dezember ist es nur ein Tag weniger, für Februar notierte Günter Redlin 117 Frosttage. Die wenigsten stehen für Oktober mit neun Frosttagen im genannten Zeitraum.

Die meisten Schneetage brachten der Januar (27) und der Februar (25).


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erstellt am 03.Jan.2014 | 08:00 Uhr

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