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Perleberger Awo-Radler : Über 1000 Kilometer in den Waden

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Radler der Awo-Begegnungsstätte Samstag dabei, wenn die Prignitz anradelt, sich Pedalritter in Pritzwalk ein Stelldichein geben

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erstellt am 20.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Mit der Awo entstand auch die Fahrradgruppe und damit vor mehr als 20 Jahren, erinnert sich Rita Tessnow. Von 2006 bis vergangenes Jahr war sie faktisch der Kopf der Radlergruppe, suchte die Strecken mit aus und traf die Absprachen hinsichtlich der Einkehr. „Jetzt haben unsere Jungen die Zepter übernommen“, sagt sie lächelnd und deutet auf Helga Wesselowski. Jene zählt 63 Lenze und radelt seit rund drei Jahren in der Gruppe mit.

Immer donnerstags um 13.30 Uhr geht es auf Fahrt. Einziger Hinderungsgrund: Eisglatte Straßen, fügt Jürgen Wasmuth an. Übrigens, er führt das Radlerfahrtenbuch. Und darin ist notiert, dass für die Awo-Pedalritter am 14. Januar bereits Anradeln war. Mit 18 Kilometern sei die Strecke noch relativ kurz gewesen. „Wir mussten nach der Winterpause auch erst einmal wieder in Tritt kommen“, klingt es im Chor. Im Monat darauf waren es dann schon durchschnittlich 28 Kilometer, die man in die Pedalen trat. Für März stehen im Durchschnitt 35 Kilometer zu Buche. „Systematisch steigern wir uns“, ergänzt Helga Wesselowski. Über 1000 Kilometer haben die Pedalritter der Awo am Jahresende in den Waden, „und in diesem Jahr werden es bestimmt noch einige mehr werden“, ist sich die neue „Vorradlerin“ sicher.

14 Frauen und fünf Männer sind sie, die Jüngsten knapp über 60 Jahre, die älteste mit 83 Lenzen ist Barbara Rusch. „Im Schnitt sind wir aber 70 und aufwärts“, gestehen lachend die Radler. Die Freude am Fahrradfahren in der Gemeinschaft und an Bewegung in der Natur hat sie einst zusammengeführt. „Und daran hat sich bis heute nichts geändert“, ergänzen die anderen. Im Radlerpulk geht auf heimatliche Fahrradpfade. Und die führen inzwischen auch schon mal wieder über Stock und Stein, wie der nach Wittenberge. „Es wäre echt eine tolle Sache, wenn der Radweg endlich in Ordnung gebracht würde“, betont Helga Wesselowski und spricht damit aus, was alle bewegt.

Fest gebongt auf jeder Tour ist stets auch die Einkehr. „Kaffee und Kuchen – da hat man ein Ziel vor den Augen und ist anschließend für den Heimweg gestärkt“, so Jürgen Wasmuth.

Natürlich gehen die Awo-Radler auch mit auf die Strecke, wenn am Sonnabend die Prignitz anradelt und die Pedalritter sich in Pritzwalk ein Stelldichein geben. „Zehn habe ich erst einmal angemeldet“, so die 63-Jährige Chefin der Radlergruppe. 30 Kilometer seien eigentlich keine Hürde, aber mehr Pausen sollten schon unterwegs eingeplant werden. Doch dafür sei der Zeitrahmen nun einfach zu knapp bemessen. „Vielleicht kann man das im nächsten Jahr berücksichtigen oder uns einfach im Vorfeld mal fragen“, betonen die Awo-Radler. 

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