Ausstellung : „Türchen auf …“ kurz vorm Advent

Aus dem Jahr 1964 stammt dieser Adventskalender: „Der Weihnachtsmann im Filmatelier“. Repro: Veranstalter
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Aus dem Jahr 1964 stammt dieser Adventskalender: „Der Weihnachtsmann im Filmatelier“. Repro: Veranstalter

Stadt- und Regionalmuseum zeigt bis 10. Januar in einer Sonderausstellung historische Adventskalender

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25. November 2015, 17:46 Uhr

„Türchen auf …
Eine historische Zeitreise mit dem Adventskalender“ heißt eine Sonderausstellung im Stadt- und Regionalmuseum die am Freitag um 19 Uhr in Gegenwart des Kurators und Sammlers Peter Nicolaus eröffnet wird.

Die Schau zeigt bis zum 10. Januar eine repräsentative Auswahl aus 115 Jahren Adventskalender-Geschichte. Leihgeber ist der Wuppertaler Sammler Peter Nicolaus. Seine Sammlung, eine der weltweit umfangreichsten, umfasst über 3000 Exemplare historischer Adventskalender aus allen Jahrgängen. Seit über 100 Jahren schenken Erwachsene Kindern Adventskalender. Kinder lieben die kleinen „Zeitmesser“ mit ihren vielen geheimnisvollen Fensterchen und Türchen, schließlich ist es für sie ganz besonders aufregend, jeden Morgen ein Türchen zu öffnen, etwas Neues zu entdecken und dem Weihnachtsfest sichtbar näher zu kommen.

Die Ursprünge der Adventskalender gehen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Die Frühformen – Adventskranz und Adventsbaum – stammen aus dem protestantischen Umfeld. Seit 1900 kennt man „Weihnachtskalender“, wie sie zunächst genannt wurden, in gedruckter Form. Zu den ersten Ausführungen gehörten die sogenannten „Weihnachtsuhren“, Adventskalender mit uhrenähnlichen Zifferblättern. Sie sollten Kindern durch tägliches Weiterrücken des Zeigers auf spielerische Weise die verbleibenden Tage bis Heiligabend veranschaulichen.

Klassische Adventskalender mit Türchen zum Öffnen werden seit etwa 1919 angeboten. Gerhard Lang, einer der Gründerväter von Adventskalendern und Inhaber des Münchner Verlags Reichhold & Lang, gab ihnen Mitte der 1920er Jahre ihren Namen. Er war es auch, der den ersten Adventskalender zum Befüllen mit Schokoladentäfelchen auf den Markt brachte. Nach dem zweiten Weltkrieg erfuhren Adventskalender einen enormen Aufschwung, der bis heute ungebrochen ist. Im Trend liegen heute voluminöse Exemplare, gefüllt mit kleinen oder großen Überraschungen, nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Angeboten werden sie kaum noch in Schreibwaren- und Spielzeuggeschäften, sondern größtenteils als Massenprodukte bei Discountern oder über den Internethandel.

Im Rahmen der Sonderausstellung wird am 6. Dezember um 15 Uhr der Frage nachgegangen: Wer war Nikolaus? Ein kurzweiliger reich bebilderter Vortrag thematisiert am zweiten Adventssonntag den Heiligen Nikolaus als Kinderbescherer im Laufe der Jahrhunderte. Mit interessanten Sonderausstellung geht es in den Räumlichkeiten am Mönchort dann 2016 weiter. Unser Info-Kasten bietet einen Überblick.

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