zur Navigation springen
Der Prignitzer

22. November 2017 | 21:34 Uhr

Tuchfabrik: Schon viel zu sehen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Zu der erneuten Auflage des Tages der offenen Baustelle fanden sich wieder viele Interessierte ein / Museums-Part nimmt jetzt Gestalt an

Noch lange nicht fertig und schon der „Star“ im Ensemble des in Sanierung und Umbau befindlichen Tuchfabrik-Ensembles in Pritzwalk: Wohl niemand ließ sich am Sonnabend beim Tag der offenen Baustelle den Ausblick vom künftigen Museumsturm entgehen. Aus rund 23 Metern Höhe hat man einen erstaunlich guten Rundum-Blick auf die Dömnitzstadt.

Seit einigen Jahren laufen die Arbeiten auf der Großbaustelle nahe des Stadtzentrums. Ein Teil des Projektes ist bereits fertig – die Räumlichkeiten für die Pritzwalker Bildungsgesellschaft inklusive einer neuen Sporthalle, außerdem 30 Wohnungen, die gegenwärtig von der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt vermarktet werden. Noch im Bau befinden sich die Bereiche, die künftig das Pritzwalker Museum beherbergen werden. Über dessen Aufteilung und Konzept informierte am Sonnabend Lars Schladitz, Leiter des Stadt- und Brauereimuseums.

In etwa kann man sich inzwischen vorstellen, wie es hier ab 2018 aussehen wird. Dietmar Sachs von der Stadtverwaltung bringt das auf jeden Fall sehr anschaulich ’rüber. Als zuständiger Geschäftsbereichsleiter begleitet er das Ganze seit Jahren, von der Ideenfindung über den Kauf des denkmalgeschützten Industrieareals 2010 bis zur Fertigstellung, die nun fast unmittelbar bevorsteht. Rund neun Millionen Euro werden an dem Standort investiert, an dem sich – nach der industriellen Nutzung durch die Gebrüder Dräger und später die Familie Quandt – der ehemalige Rat des Kreises, später dann, bis zur Gebietsreform, die Kreisverwaltung befanden. Die Umsetzung des Riesenvorhabens erfolgt fast ausschließlich durch einheimische Bau- und Handwerksbetriebe. Das Geld kommt aus dem Fördertopf „Kleine Städte – überörtliche Zusammenarbeit“ (für die Bildungsgesellschaft), aus einem zinslosen Wohnungsdarlehen der ILB (für die Wohnungen), zudem aus Mitteln der Städtebauförderung und einem Eigenanteil der Stadt Pritzwalk. Dennoch gab es eine Finanzierungslücke von 1,5 Millionen Euro: „Die konnten wir letztlich mit Unterstützung der Familie Quandt schließen“, berichtet Dietmar Sachs. Die Industriellenfamilie fühlt sich dem eigenen Vermächtnis und ihrer mit der Historie Pritzwalks eng verflochtenen Geschichte verpflichtet, sorgte wiederholt mit der Bereitstellung von Kapital für die Realisierung eines Pritzwalker Großprojektes.

Die Arbeiten, so Sachs, lägen im Zeitplan. Bei einem Objekt dieser Größe und dieses Alters habe man auf Überraschungen gefasst sein müssen. Die gab es, entsprechende Verzögerungen konnten jedoch immer wieder aufgeholt werden.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen