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Der Prignitzer

22. November 2017 | 19:45 Uhr

Trotz Umbau bleibt Küche nicht kalt

vom

svz.de von
erstellt am 01.Aug.2012 | 10:00 Uhr

Perleberg | Morgens wird geputzt, anschließend gekocht und am Nachmittag gewerkelt. So sieht derzeit der Zeitplan bei der Tafel in der Wilsnacker Straße aus. "Wir renovieren unsere Küche. Und einher damit geht auch der Einbau von neuen Hängeschränken, einer neuen Spüle und einer speziellen Arbeitsplatte für die Fleischzubereitung", versucht Marlies Müller, Vorsitzende des Vereins Perleberger Tafel e. V., den Stress der letzten Tag kurz zusammen zu fassen. Denn bei aller Umbauerei, "die Mittagessensversorgung gewährleisten wir weiter".

Allerdings wird auf etwas kleinerer Flamme gekocht, sprich Kartoffelsalat, Nudeln und dergleichen Gerichte, die schnell zu zu bereiten sind, kommen auf den Teller und den Tisch. Bis Donnerstag soll alles fertig sein, der ganz normale Küchenalltag dann wieder an der Tagesordnung sein. Und das heißt, solide Hausmannskost, abwechslungsreich aber eben nicht jeden Tag nur Gebratenes und Gesottenes auch "wenn uns Vion sehr unterstützt und wir einmal im Monat auch viel vom Rinderschlachthof bekommen", fügt Marlies Müller an.

Täglich wurden und werden in der kleinen Küche zwischen 70 und 80 Portionen zubereitet, mittwochs sind es noch 50 bis 60 Essen mehr, die für die Standorte hier vorgekocht werden.

Auf rund 20 Quadratmeter wird hier von Montag bis Freitag der Kochlöffel geschwungen, "da ist jeder Meter ausgelastet", ergänzt die Vereinschefin. Größer ist die Küche durch den Umbau nicht geworden, aber "alles ist arbeitstechnisch besser organisiert, die Arbeitsbedingungen verbessern sich enorm". Mehr als 20 Jahre war die Ausstattung alt, ausgenommen der moderne Herd.

"Als wir hier einzogen, haben wir alles übernommen", so Marlies Müller. Aus der Abwäsche lief das Wasser schon an der Seite raus, eine Abzugshaube gab es überhaupt nicht, so dass man vor lauter Wrasen kaum seinen Nebenmann sah und noch dazu alles rundherum feucht wurde. Jetzt gibt es zudem einen speziellen Arbeitstisch, an dem das Fleisch zubereitet werden kann, und auch die fleißigen Gemüseschnippler haben nun ihren eigenen Tisch. Dazu die neuen Hängeschränke, denn die alten fielen in sich zusammen, als sie zum Malern von der Wand genommen wurden, und neu ist auch die komplette Elektrik einschließlich Beleuchtung.

"Jetzt sieht man endlich, was man macht", setzt Marlies Müller schmunzelnd den Gedanken fort. Das I-Tüpfelchen zur sprichwörtlichen Glückseligkeit wäre jetzt noch so eine Art Herdhocker für die großen Kartoffeltöpfe. Zehn bis zwölf Liter Fassungsvermögen und entsprechendes Gewicht haben diese und zwei bis drei werden täglich aufgesetzt. Mit der PVU wolle sie erst einmal ausloten, ob gasleitungsmäßig da eine Möglichkeit bestünde. Ist die Voraussetzung geschaffen, vielleicht geht dann auch der Traum von so einem Herd, von dem man die großen Töpfe nicht wuchten muss, in Erfüllung.

Auch hinsichtlich der Küchenrenovierung und Neuausstattung halfen Sponsoren. "Sonst hätten wir noch länger dieses Vorhaben vor uns herschieben müssen, denn rund 2000 Euro hat es uns gekostet. Und da haben wir die Renovierung mit Unterstützung unserer Ehrenamtler und Ein-Euro-Kräften komplett in Eigenregie gemacht."

Bereits im vergangenen Jahr hat der Verein den Saal neu gestaltet, hier einen Bereich für die Kühltechnik geschaffen und auch die Ausgabe der Lebensmittel ansehnlicher gestaltet. Zudem erhielten die Beschäftigten einen kleinen Aufenthaltsraum. "So versuchen wir ein Provisorium nach dem anderen abzubauen, unsere Räumlichkeiten funktionell und ansprechender zu gestalten", betont die Vereinsvorsitzende.

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