Feuerwehreinsatz in Perleberg : Trockner im Deutschen Kaiser brannte

Ein Großaufgebot an Kameraden und Technik gestern im Hotel „Deutscher Kaiser“.  Fotos: Doris Ritzka
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Ein Großaufgebot an Kameraden und Technik gestern im Hotel „Deutscher Kaiser“. Fotos: Doris Ritzka

Brand im Hauswirtschaftsraum / Personen und Gebäude kommen nicht zu Schaden / Hotel- und Restaurantbetrieb im Altbau geht weiter

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25. November 2014, 18:00 Uhr

Gestern 12.12 Uhr: Beim Eintreffen der Feuerwehr steht der Hauswirtschaftsraum des Hotels „Deutscher Kaiser“ in der Bäckerstraße komplett in Flammen. Unter Atemschutz bahnen sich Kameraden der Perleberger Wehren den Weg durch die Rauchwand im Treppenhaus des Anbaus in der Grabenstraße hin zum vermeintlichen Brandherd. Derweil qualmt es hier aus allen Fenstern im Obergeschoss. Hotelgäste befinden sich zu dem Zeitpunkt nicht in den Zimmern.

„Ich wollte gerade meine Unterlagen holen“, berichtet ein Gast. Per Handy informiert er seine Kollegin. Beide sind dienstlich in der Rolandstadt, mehr wollen sie nicht verraten. Nur so viel, „die Feuerwehr hat ganze Arbeit geleistet. Da passte alles. Wir konnten, nachdem das Feuer gelöscht war, unsere Sachen aus den Hotelzimmern holen“, und „sind nun obdachlos“, fügt seine Kollegin an während sie auf ihren Koffer deutet.

Sind sie aber nicht, denn sie, wie auch andere Gäste, die im Anbau ihre Zimmer haben, werden umgehend vom Team des „Deutschen Kaisers“ in anderen Hotels der Stadt untergebracht, ist von der jungen Mitarbeiterin an der Rezeption im Nachhinein zu erfahren. Die Zimmer im Altbau des Hotels sind nicht betroffen. Und auch ein Übergreifen der Flammen auf die Zimmer im Anbau kann verhindert werden. „Glück im Unglück“, wie sie sagt, dennoch spürt man, dass das Feuer, obwohl keine Menschen zu Schaden kamen, Spuren zumindest bei den Angestellten hinterlassen hat.

Ein Trockner war der Auslöser für den Brand und damit vermutlich ein technischer Defekt, bestätigt die Polizeidirektion Neuruppin.

Binnen weniger Minuten haben die Kameraden die Flammen unter Kontrolle und auch gelöscht. Mittels Wärmebildkamera wird alles noch einmal nach etwaigen Glutnestern untersucht. Rund 40 Einsatzkräfte sind am Ort des Geschehens, neben allen Perleberger Wehren auch die aus Karstädt und Wittenberge. „Die beiden Letztgenannten wurden automatisch mitalarmiert, da es sich um einen Gebäudebrand mit erhöhter Menschenkonzentration handelt“, erläutert Einsatzleiter Uwe Schleich. „Und es war in letzter Minute. Augenblicke später hätten die Flammen womöglich auf das Gebäude, sprich die Zimmer, übergegriffen“, mutmaßt er.

Eine Kollegin hatte einen merkwürdigen Geruch bemerkt und wollte der Sache auf den Grund gehen. Da schlagen ihr auch schon Rauchschwaden entgegen, berichtet eine Hotelmitarbeiterin. Sofort geht der Notruf an die Leitstelle.

Das Gebäude selbst wurde durch das Feuer nicht beschädigt, heißt es im Polizeibericht. Im Altbau geht der normale Hotel- wie auch der Restaurantbetrieb weiter. „Wir haben für den heutigen Dienstag auch volles Haus“, ergänzt die junge Servicemitarbeiterin.

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