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Autobahn 14 : Trasse rückt an Bentwisch heran

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Vier Trassenvarianten der A 14 in Wittenberge bleiben in der Planung und egal welche es wird: Die Bentwischer werden am nächsten dran sein. Der Naturschutz lässt den Planer wenig Spielraum.

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erstellt am 02.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Vier Trassenvarianten der A 14 in Wittenberge bleiben in der Planung und egal welche es wird: Die Bentwischer werden am nächsten dran sein. Das zeichnet sich nach der Informationsveranstaltung am Mittwoch im Rathaus ab (wir berichteten).

Egbert Neumann, Abteilungsleiter im Verkehrsministerium Potsdam, ließ durchblicken, dass die zwei Varianten zwischen Lindenberg und Bentwisch unrealistisch seien. Dennoch werden sie weiter beplant, bis eine endgültige Abwägung getroffen sei. Damit verbleiben zwei Varianten oberhalb von Bentwisch, die sich nur minimal voneinander unterscheiden und beide rücken deutlich näher an das Dorf heran, als die Ursprungsvariante. Diese musste verworfen werden, weil sie den Vogelschutz zu stark beeinträchtigt und ist aus dem Rennen, informierte Holger Behrmann, Projektleiter bei der mit den Planungen beauftragten Gesellschaft Deges.

Aber auch die neuen kollidieren mit dem Naturschutz, insbesondere mit dem Weißstorch. Die Trasse würde Nahrungsflächen der Tiere zerschneiden, deshalb müssen Alternativen gefunden werden. „Wir werden mit Landeigentümern sprechen, die Flächen in Nähe der Storchenhorste haben“, kündigte Behrmann an. Er spricht von einem Umkreis von zwei Kilometern.

Ziel ist es, Flächen für Grünland und Kleingewässer zu finden. „Wenn das gelingt, bekommen wir wahrscheinlich diese Trasse hin“, sagte er. Ein Umsiedeln der Störche haben Experten abgelehnt. Auch eine Reihe von weiteren Vorschlägen der Bürger zum Thema Naturschutz seien nicht machbar, da Gesetze dagegen sprechen.

Ein Scheitern vor Gericht schließt Behrmann aus. Vielleicht werde es Auflagen geben, vielleicht müsse punktuell nachgebessert werden, aber er ist überzeugt davon, dass eine Trasse am Ende Baurecht erlangen werde.

Wann das sein wird, ist offen. Egbert Neumann nannte keinen Zeitpunkt, nicht einmal für die Planfeststellung. Als nächste Etappe wird lediglich die zweite Jahreshälfte 2016 für die Auslegung der Unterlagen zu der dann favorisierten Trasse angepeilt. Die Frage ob er den von der Landespolitik bisher genannten Zeitpunkt der Fertigstellung 2020 für realistisch hält, ließ Neumann unbeantwortet.

Offen bleiben Details, die Bürger nachfragten. Es gab keine Aussagen zur Dammhöhe, keine zu Lärmschutzmaßnahmen. All das könne erst zu einem späteren Planungsstand entschieden werden. Pro Tag sind 20 000 Fahrzeuge prognostiziert. „Das ist relativ wenig“, so Behrmann. Er sei zuversichtlich, die Grenzwerte beim Schallschutz einhalten zu können. 

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