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Der Prignitzer

21. Oktober 2017 | 21:38 Uhr

Pritzwalk : Training kontra Katastrophe

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Sparkassenzentrale in Pritzwalk war vorgestern nach drei Minuten geräumt / Brandschutzübungen finden regelmäßig statt

von
erstellt am 14.Okt.2015 | 12:00 Uhr

Feuer in der Sparkasse … niemand wünscht sich das. Und vor dem Hintergrund, dass in starken Besuchszeiten in der Pritzwalker Sparkassenzentrale gleichzeitig um die 100 Menschen im Gebäude sind, könnte sich so eine Situation schnell zur Katastrophe auswachsen.

Damit das auch im Ernstfall nicht geschieht, wird eben dieser trainiert. „Das machen wir mindestens einmal jährlich an einem unserer Standorte. Vorher wird darüber natürlich nichts verraten. Es soll so echt wie möglich wirken“, berichtet Fred Wittmann, Leiter für den Bereich Service und Betrieb beim regionalen Kreditinstitut. Eine dieser Übungen fand Montagnachmittag in Pritzwalk statt (wir berichteten gestern). Dabei ging es um so vermeintlich einfache Dinge, wir das organisierte und umsichtige Verlassen des Gebäudes. „Türen und Fenster sind zu verschließen – aber nicht abzuriegeln. Niemand darf den Fahrstuhl benutzen. Jeder muss schauen, ob sich auch alle in der Nähe befindlichen Mitarbeiter in Richtung des festgelegten Sammelplatzes bewegen“, erläutert Fred Wittmann.

Innerhalb von rund drei Minuten war das Gebäude im Norden der Dömnitzstadt leer. Nach dem Alarm, den ein Mitarbeiter gegen 16 Uhr nach einer simulierten Rauchentwicklung manuell per Handtaster ausgelöst hatte, bewegten sich alle geordnet, aber zügig aus dem Haus. Kurz darauf traf die Feuerwehr ein. Atemschutzgeräteträger gingen hinein, verschafften sich gemeinsam mit anderen Kameraden zunächst im Keller kurz einen Überblick mit Hilfe des Gebäudeplanes und konnten dann gezielt zum Brandherd vordringen – der glücklicherweise nicht echt war. „Wir hatten in den ganzen Jahren noch keinen Ernstfall, toi, toi, toi“, sagt Fred Wittmann. Umso wichtiger sei es, sich das richtige Verhalten immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Dass kleinere Brandherde mittels Feuerlöscher auch selbst bekämpft werden können, dazu ermutigten Kevin Grübnau und Volker Lehmann vom Sachbereich Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises, die am Montag mit vor Ort waren. Auf dem Außengelände gab es nach der Evakuierungsübung eine kleine Lektion zu diesem Thema und die Sparkassenmitarbeiter durften auch selbst probieren, wie das funktioniert.

Als Dankeschön für die gute Kooperation – nicht nur bei dieser Übung – und für das ehrenamtliche Engagement nahm Wehrführer Adrian Zechser am Ende des erfolgreichen Nachmittags einen symbolischen Scheck entgegen.  

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