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Der Prignitzer

17. November 2017 | 22:26 Uhr

Touristen erobern Groß Pankow

vom

svz.de von
erstellt am 08.Nov.2011 | 08:28 Uhr

Pritzwalk | Die Frage, ob Tourismus auch außerhalb der Städte stattfindet und die Angebote angenommen werden, kann Halldor Lugowski eindeutig mit Ja beantworten. Er ist der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Groß Pankow und sprach auf dem gestrigen 8. Prignitzer Tourismusforum über das Thema "Regionale Profilierung". "Vor allem, wenn man sich in Vorbereitung auf eine solche Veranstaltung mit den einzelnen Themen auseinander setzt, wird erst deutlich, über welche Größenordnungen wir hier sprechen", sagt er.

In der Gemeinde Groß Pankow gebe es vier touristische Schwerpunkte: Den Wahrberge-Verein mit seinen Angeboten in und um Groß Woltersdorf, das Schloss in Wolfshagen, den Pollo in Lindenberg und das Königsgrab in Seddin. "Allein in Groß Woltersdorf kommen wir in diesem Jahr auf gut 4000 Übernachtungen", so Lugowski. Dazu die zahlreichen Besucher im Waldlehrpark und am Badeteich. So eine Anlage wie in Groß Woltersdorf müsse zum einen Angebote unterbreiten, aber auch in die Umgebung ausstrahlen. Angebote sind zum Beispiel Töpferkurse, Brot im Buschbackofen backen, Schwimmen, Wanderungen und vieles mehr.

Die Besucher, die hier in Groß Woltersdorf übernachten, besuchen aber auch den Reiterhof im benachbarten Klein Woltersdorf oder das dortige Landwirtschaftsmuseum, das man mit Recht als Geschichte zum Anfassen deklarieren kann. "Wir sind dabei, Groß Woltersdorf noch attraktiver zu machen. Das sind weiterhin Veranstaltungen wie die Märchentage oder das Mittelalter-Rockkonzert im Waldlehrpark, aber auch die Sommerrodelbahn, die zur Zeit entsteht", listet Lugowski auf.

Ähnliche Besucherzahlen kann die Prignitzer Kleinbahn, der Pollo, vermelden. Am Jahresende werden es etwa 6000 Besucher in und um Lindenberg gewesen sein, die sich die Schmalspurbahn und das Kleinbahnmuseum angeschaut haben und mit der Kleinbahn mitgefahren sind.

Genaue Besucherzahlen beim Schloss Wolfshagen hat der stellvertretende Bürgermeister im Moment noch nicht, auch nicht zum Königsgrab Seddin, aber sie dürften ähnlich hoch sein, schätzt er.

Allein für die Kanutouren auf der Stepenitz gebe es bereits fünf Anbieter mit geschätzte 4000 Teilnehmern pro Jahr, die mit dem Kanu die Stepenitz stromabwärts paddeln. Nicht zuletzt hat auch der Radtourismus in den letzten zwei Jahren stark zugenommen. Touren wie die Gänse- oder Bischofstour werden verstärkt als Alternative abseits der großen Routen angenommen. Auch der Elbe-Müritz Radweg zeigt erste Resonanzen. "Für Groß Woltersdorf und den Wahrberge-Verein kann ich sagen, dass etwa 15 Prozent der Gäste Radler sind, die auf den für sie ausgewiesenen Wegen unterwegs sind", so Lugowski.

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