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Tragischer Fund in Wittenberge : Toter aus der Stepenitz geborgen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Polizei ermittelt jetzt zu den Ursachen, schließt aber Fremdeinwirkung aus.

von
erstellt am 04.Okt.2017 | 20:45 Uhr

Trauriger Fund gestern kurz vor 9 Uhr an der Elbuferpromenade. Etwa in Höhe der Ölmühle entdeckt ein Bürger einen leblosen Körper im Wasser. Es handelt sich um einen Mann. Er ist tot. Polizei und Feuerwehr rücken an. Die Uferpromenade wird abgesperrt. Feuerwehrleute unterstützen die Bergung des Toten aus der Stepenitz auch mit ihrem Boot vom Wasser aus. Insgesamt waren 13 Kameraden bei der Aktion im Einsatz.

Bei dem Toten handelt es sich augenscheinlich um einen älteren Herren. Er trage keine Dokumente bei sich, ist vor Ort zu erfahren. „Wir können zur Identität noch nichts sagen“, bestätigt Tino Schröter, Sprecher der Polizeidirektion Nord, vormittags im Gespräch mit dem „Prignitzer“. Schröter verweist aber auf einen Wittenberger, der seit dem 2. Oktober als vermisst gilt.

Am Nachmittag dann die traurige Gewissheit. Die Polizei meldet: Der Tote aus der Stepenitz sei als der 76-Jährige identifiziert, der seit Montag früh von der Polizei gesucht wurde.

Wie die Polizei außerdem gestern Nachmittag mitteilte, schließt sie Fremdeinwirkung aus. Die Beamten haben nun ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Dabei sei festzustellen, ob es sich bei dem Todesfall um ein Unglück handelt oder ob der Tote freiwillig aus den Leben schied. Wie Schröter sagt, schließe man gegenwärtig auch einen Suizid nicht aus.

Als offiziell aufgeklärt gilt laut Schröter seit gestern der Fall des als vermisst gemeldeten 45-jährigen Oliver Schürmann. Der Teilnehmer an einem Lehrgang in Wittenberge galt als verschwunden. Wie die Polizei gestern erklärte, habe es in Berlin mittels Visacard Geldbewegung auf dem Konto des vermeintlich Vermissten gegeben. Per Überwachungskamera hätte der Gesuchte identifiziert werden können.

 

 

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