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Der Prignitzer

25. September 2017 | 20:57 Uhr

Landratswahl : Torsten Uhe ist Landrat

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Klarer Sieg im ersten Wahlgang vor Andreas Giske (CDU) und Novum in Brandenburg seit es die Direktwahl gibt.

von
erstellt am 11.Mai.2014 | 20:50 Uhr

Torsten Uhe (parteilos) heißt der überlegene Sieger des Abends. Der Landratskandidat der SPD und Linkspartei erzielt 64,1 Prozent und gewinnt damit im ersten Anlauf. Eine Stichwahl wird nicht notwendig. Souverän hat Uhe die vom Gesetzgeber eingebauten Hürden übersprungen.

10 369 Stimmen wären für seinen Sieg nötig gewesen, sagte Kreiswahlleiterin Annette Löther. Uhe bekam 15 237 Stimmen, teilte sie kurz nach 19 Uhr das vorläufige Endergebnis mit. Damit tritt er die Nachfolge von Hans Lange (CDU) an, der in den Ruhestand gehen wird. Abgeschlagen erreicht Andreas Giske (CDU) mit 26,4 Prozent das zweitbeste Stimmenergebnis. 6267 Wähler stimmten für den Wittenberger Gymnasialleiter.

„Damit schlagen wir in Potsdam als Prignitz auf, wir haben ein Zeichen gesetzt“, sagte Torsten Uhe. In neun Kreisen fanden bisher Direktwahlen statt, aber nur in der Prignitz wurde sie im ersten Wahlgang entschieden, in zwei weiteren Kreisen im zweiten. Alle anderen verfehlten das Quorum. Uhe dankte seinen Mitbewerbern für „einen inhaltlich harten, aber sehr fairen und sachlichen Wahlkampf“.

„Ich gratuliere Torsten Uhe, das ist ein überwältigendes Ergebnis“, sagte Andreas Giske. Persönlich sei die deutliche Niederlage nicht so einfach zu ertragen. „Das schmerzt schon ein wenig“, räumte er ein. Im Telefonat mit Uhe seien sie sich einig gewesen, eine Zusammenarbeit im Kreistag anzustreben, die dem Wohle und dem Erfolg des Kreises diene. Giske betonte ebenfalls, dass es ein sehr fairer Wahlkampf gewesen sei.

Einen Achtungserfolg erzielt der Einzelkandidat Knut Kuhnert und erreicht noch vor dem FDP-Kandidaten den dritten Rang. „Darüber freue ich mich“, sagte Kuhnert und sprach von einem „Top-Ergebnis“.

Er wollte den Prignitzern zeigen, dass man sich als „normaler Bürger“ in der Politik engagieren kann. „Man muss nicht alles den großen Parteien überlassen“, so Kuhnert, der seinen Wählern und vor allem seinen Unterstützen dankt. Letztere hatten mit ihren Unterschriften erst sein Antreten als Einzelkandidat ermöglicht.

Uwe Michael Neumann (FDP) kommt mit großem Abstand und mit 2,6 Prozent auf dem vierten Rang. 621 Wähler stimmten für ihn. „Das ist enttäuschend. Wir hatten die falsche Strategie und nicht die Möglichkeiten der großen Parteien“, sagte er. Seine Kandidatur sei ernsthaft gewesen. „Ich war überzeugt, mit meinen Themen die Stichwahl zu erreichen.“ Er gratulierte Uhe und wünscht ihm eine „sichere Hand“ als künftiger Landrat.


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