Tombola für den Berger Storchenturm

<strong>Katlen Dahse, Johannes Reinboth und Martin S chultze</strong> freuen sich, dass die Tombolalose so guten Absatz finden. <fotos>Petra Ferch</fotos>
1 von 2
Katlen Dahse, Johannes Reinboth und Martin S chultze freuen sich, dass die Tombolalose so guten Absatz finden. Petra Ferch

svz.de von
26. Juni 2012, 10:08 Uhr

Berge | Es ist geschafft: Im Herbst kann die Sanierung des Storchenturms in Berge beginnen. Weit über 3000 Euro haben die Mitglieder des Vereins "Leben in Berge" dafür zusammen getragen. Jüngster Erlös waren 150 Euro für die Tombolalose, die anlässlich des Berger Sommerfestes am Sonnabend verkauft wurden.

Helga Scherfke war es, die seinerzeit anregte, doch etwas für den maroden Holzturm zu tun, denn der macht wirklich keine sehr standfesten Eindruck mehr. Dennoch baut Meister Adebar jedes Jahr aufs Neue dort sein Nest und brütet. In diesem Jahr sind es wohl drei kleine Störche, die da gegenwärtig aufwachsen. "Deshalb warten wir auch bis September, wenn die Jungtiere flügge sind und alle das Nest verlassen", sagt Vereinsmitglied Helge Dieckmann. Doch auch dann rücke man dem Turm nicht einfach so auf den Leib, sondern "holen wir uns die Unterstützung von Experten". "Helga Scherfke hat sich schon mit dem Prignitzer Weißstorchbetreuer des Naturschutzbundes, Falk Schulz, in Verbindung gesetzt", erklärt Dieckmann. Denn schließlich wollen die Berger, dass die Störche auch auf dem sanierten Turm brüten.

Die Holzkonstruktion, der einmal als Schlauchturm für die Feuerwehr diente, wieder herzurichten, wird nach Dieckmanns Meinung recht aufwändig. Denn nicht nur die Beplankung, sprich die Holzummantelung, müsse erneuert werden sowie das Dach, zum Teil seien auch die Fundamente angegriffen. Zudem habe der Turm die stattliche Höhe von zehn Metern, "da können wir nicht mit Leitern arbeiten", verdeutlicht das Vereinsmitglied das Problem. "Aber wenn wir mit unserer Technik helfen können, tun wir das gerne", verspicht der Landwirt.

Drei Jahre lang haben die Vereinsmitglieder auf die Sanierung des Turms hingearbeitet, dafür extra eine Arbeitsgruppe gebildet, Spenden und auch Beiträge gesammelt, Sonderaktionen gestartet wie beispielsweise die Pflanzenbörse im vergangenen Jahr. Nun also ist die Realisierung in Sicht. Und was folgt danach?

"Unser nächstes Ziel wird wohl das Kriegerdenkmal sein auf dem Lindenplatz", blickt Dieckmann voraus. Die Inschrift auf dem Stein lautet: "Der König rief und alle kamen". Die Jahreszahl ist aber nur noch schwer zu entziffern. Laut Pritzwalks Museumsleiter Dr. Rolf Rehberg, selbst Einwohner von Berge, erinnert der Stein an die Befreiungskriege und wurde zum 100. Jahrestag aufgestellt, weshalb die Jahreszahlen auch 1813 -1913 angeben. Das heißt, im kommenden Jahr wäre der 200. Jahrestag. Ein guter Anlass also, das Denkmal wieder herzurichten, vielleicht auch eine Schautafel aufzustellen, wie es Vereinsmitglieder bereits 2010 schon einmal planten. Jetzt aber ist erst einmal der Storchenturm an der Reihe.

Übrigens, die Tombola, für die Gewerbetreibende und Privatpersonen Sachpreise gespendet hatten, ergab insgesamt 300 Euro. Die Hälfte davon erhält der Nachwuchs des Berger Sportvereins, der mit dem Sommerfest sein 90-jähriges Bestehen feierte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen