Tischlerei in siebter Generation

Karsten Preul (r.) mit seinem Gesellen Heiko Nießler bei Arbeiten am Pollo-Lockschuppen in Mesendorf.
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Karsten Preul (r.) mit seinem Gesellen Heiko Nießler bei Arbeiten am Pollo-Lockschuppen in Mesendorf.

Auf der Berufsstartermesse GO! möchte Karsten Preul nicht nur seinen eigenen Betrieb vertreten, sondern auch den Beruf des Tischlers

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14. November 2014, 11:22 Uhr

Karsten Preul aus Glöwen ist Tischlermeister in der siebten Generation. Im Jahr 2000 übernahm er den Betrieb von seinem Vater und führt ihn seitdem fort. Er wird gemeinsam mit der Handwerkskammer Prignitz auf der Berufsstartermesse GO! den Beruf des Tischlers vorstellen. In den vergangenen Jahren hatten drei Auszubildende in seinem Handwerksbetrieb eine Ausbildung begonnen. „Leider haben nicht alle die Ausbildung beendet“, sagt Preul.

In seiner Glöwener Werkstatt entstehen viele Dinge, die zum Teil wirklich einzigartig sind. Von Regalen, Treppen, Türen und Fenstern werden hier ganze Blockbohlenhäuser gebaut oder auch historische Möbel wieder aufgearbeitet oder ganz in historischem Stil neu gebaut. Dabei handelt es sich immer um Einzelstücke, eine Serienfertigung gibt es nicht.

In einem modernen Handwerksbetrieb werden aber nicht nur Türen und Fenster hergestellt, sondern bei den Kunden vor Ort auch eingebaut. Und wenn es Kunststofffenster sein sollen, kann der Tischlermeister auch diese herstellen lassen und einbauen.

Viel Arbeit hat Preul zurzeit auch immer wieder bei der Prignitzer Kleinbahn Pollo. Ob die großen Tore für den Lokschuppen oder Reparaturen an den alten Waggons – es gibt viel zu tun bei der Kleinbahn und vieles macht Preul hier ehrenamtlich. Damit wolle er den Verein unterstützen und so das Engagement vieler Freiwilliger würdigen.

Auch der eigene Sohn von Karsten Preul macht zur Zeit eine Ausbildung zum Tischler. Knut Otto wird sich wahrscheinlich in die Richtung Holzdesign spezialisieren.

In der Tischlerei Preul selbst gibt es im Moment allerdings keinen Auszubildenden. „Wir würden schon jemanden ausbilden, aber nur wenn wir wirklich davon überzeugt sind, dass der oder die Jugendliche diesen Beruf wirklich lernen will“, sagt seine Frau Ria Preul. Denn die Ausbildung koste viel Geld mit zahlreichen Lehrgängen und anderen Dingen, die außerhalb des Betriebes vermittelt werden müssen. „Wir müssen uns bei den Bewerbern also wirklich sicher sein“, so Ria Preul.

Bei der Messe möchte man aber eben nicht nur den eigenen Betrieb vertreten, sondern stehe für die Handwerkerinnung der Prignitzer Tischler, sagt Karsten Preul.

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