Pritzwalk : Therapeuten eröffnen Praxis

Der stellvertretende Pritzwalker Bürgermeister Ronald Thiel (r.) heißt die beiden Psychotherapeuten Irma Noack (r.) und Stefan Rumler in ihrer neuen Praxis in Pritzwalk willkommen.
Der stellvertretende Pritzwalker Bürgermeister Ronald Thiel (r.) heißt die beiden Psychotherapeuten Irma Noack (r.) und Stefan Rumler in ihrer neuen Praxis in Pritzwalk willkommen.

In Pritzwalk lassen sich zwei Psychotherapeuten für Kinder und Jugendliche nieder. Stadt hat die Fachärzte unterstützt

svz.de von
04. September 2017, 20:45 Uhr

In Pritzwalk hat am 1. September eine Psychotherapiepraxis für Kinder und Jugendliche eröffnet. Stefan Rumler betreibt diese gemeinsam mit seiner Kollegin Irma Noack. In den ehemaligen Räumen der Pritzwalker Wohnungsbaugesellschaft direkt am Marktplatz haben die Therapeuten einen geeigneten Platz gefunden. Behilflich war ihnen die Stadt.

„Wir waren im Januar beim Pritzwalker Bürgermeister Wolfgang Brockmann mit dem Anliegen, ob es Räume für eine solche Praxis gebe. Da fiel sein Blick auf das gegenüber liegende Gebäude und die ehemaligen Räume der Wohnungsbaugesellschaft“, sagt Irma Noack.

Nach Verhandlungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung war im April klar, dass die Praxis hier eröffnet werden könne. „Wir hatten in der Wohnungsbaugesellschaft einen sehr guten Partner. Die Räume wurden nach unseren Vorstellungen hergerichtet, es gab Umbauarbeiten nach unseren Wünschen und stets kurze Wege und schnelle Lösungen“, bedankt sich Irma Noack bei Ellen Prill, Geschäftsführerin der Pritzwalker Wohnungsbaugesellschaft, anlässlich der Praxiseröffnung. Einen solchen Service kenne sie aus Berlin nicht“, ergänzt sie. Das Angebot richte sich vor allem an Kinder und Jugendliche und an deren Eltern. Störungsbilder bei Kindern seien häufig übermäßige Ängstlichkeit, oppositionelles Verhalten, Schlafstörungen, exzessives Schreien.

Bei Vorschul- und Schulkindern werden Störungen wie Ängste, Hyperaktivität, Depressionen, Zwänge, Umgang mit der Trennung der Eltern oder Minderwertigkeitsgefühle behandelt, fassen die Therapeuten ihr Profil zusammen.

In einem zwanglosen Erstgespräch gehe es darum, Probleme zu diagnostizieren, Therapiemethoden zu finden. Das könne eine Kurzzeit oder eine Langzeittherapie sein, die dann bei der jeweiligen Krankenkasse beantragt werde. „Wichtig ist sicherlich deutlich zu machen, dass die Eltern keine finanziellen Lasten zu tragen haben, sondern diese durch die Kassen übernommen werden“, erklärte Irma Noack.

Leider gebe es immer noch eine gewisse Hemmschwelle, einen Psychotherapeuten auszusuchen, sagte Stefan Rumler, aber die zu erzielenden Ergebnisse seien mitunter sehr beachtlich. Seit April sei keine Überweisung durch einen anderen Arzt mehr nötig, weist er auf eine Neuerung hin. Jugendliche ab 16 Jahren können die Praxis auch selbstständig und ohne Eltern aufsuchen.

Weitere Psychotherapeuten für Kinder und Jugendliche gibt es noch in Wittenberge sowie zwei halben Stellen in Perleberg und Bad Wilsnack, teilt die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg mit. Den Versorgungsgrad in der Psychotherapie gibt sie für den Landkreis Prignitz mit 131 Prozent an.
 

 

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