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Der Prignitzer

20. Oktober 2017 | 11:05 Uhr

„Test bestanden“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Perleberg kann beim Besuch des Innenministers punkten

von
erstellt am 30.Aug.2017 | 09:57 Uhr

Neuruppin oder Perleberg? Nur ein Kandidat kann nach einer Fusion Kreisstadt bleiben. Auf Einladung von Landrat Torsten Uhe (parteilos) besuchte gestern der für die Kreisreform zuständige Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) Perleberg.

Nein, ein Votum werde er nicht abgeben, sagte Schröter in der Pressekonferenz. Aber wenn seine Worte nicht nur diplomatische Hülsen waren, dann dürften Perleberg und Kreisverwaltung einen guten Eindruck hinterlassen. „Der Campus hat seinen Charme“, sagte Schröter über die Hauptgebäude in der Berliner Straße. Die Bereiche seien sehr gut für die Zukunft gerüstet und es gebe Möglichkeiten der Erweiterung.

Das Rettungswesen sei wie in anderen Kreisen sehr gut aufgestellt, besonders habe ihn die moderne Rettungswache mit der Luftrettung am Krankenhaus imponiert. Beeindruckt war der Minister vom Bereich Kataster/Vermessung – zwei früheren Landesaufgaben. „Beide sind sehr gut aufgestellt“, sagte er. Vieles könne Perleberg also auf der Habenseite verbuchen.

Wenn sich die Landesregierung voraussichtlich im November für eine Kreisstadt aussprechen wird, werden Aspekte wie vorhandene Landesbehörden mit berücksichtigt, versprach er. In der Vergangenheit hatten Perleberg und die Prignitz mehrere Behördensitze verloren, zuletzt das Staatliche Schulamt. In Neuruppin hingegen sind Landesbehörden in zweistelliger Zahl angesiedelt.

Auch ökonomische Aspekte würden eine Rolle spielen. In Perleberg seien keine Investitionen in die Immobilien nötig, argumentierte Landrat Uhe. Neuruppin will mehr als sechs Millionen Euro in seine Gebäude stecken. Beides, Behördensitze und Investitionen, würden berücksichtigt, bekräftige der Minister auf Nachfrage.

Einen Hauptsitz und Außenstellen werde es geben. Wo die Kreisstadt verloren geht, müssen Kompensationen geschaffen werden, zum Beispiel finanzieller Art oder in der Infrastruktur, sagte Schröter. Bürgermeisterin Annett Jura sprach von einem sehr guten Termin, vor allem die Immobilien hätten mehrfach eine große Rolle gespielt. Sie sei nach dem Ministerbesuch entspannter. Landrat Uhes Fazit lautet: „Wir haben den Test bestanden.“ Darauf sagte der Minister: „Das kann ich bestätigen.“

 

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