TED-Ergebnis eindeutig für Neuwahl

Neuwahlen! Dem jetzigen Stadtparlament kann man kein Vertrauen mehr schenken. Die Karre ist total verfahren. Daraus was Vernünftiges zu entwickeln, das sehe ich nicht. - Anneliese Rogge, Groß Buchholz, 74 Jahre
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Neuwahlen! Dem jetzigen Stadtparlament kann man kein Vertrauen mehr schenken. Die Karre ist total verfahren. Daraus was Vernünftiges zu entwickeln, das sehe ich nicht. - Anneliese Rogge, Groß Buchholz, 74 Jahre

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22. Juni 2012, 06:05 Uhr

Perleberg | Der Weg für einen wirklichen Neubeginn der Stadtverordnetenversammlung führe nur über eine Neuwahl, erklärte Thomas Domres, Vorsitzender der Fraktion der Linken, auf der Stadtverordnetenversammlung. Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP äußerten sich ablehnend. Wir wollten wissen, wie Sie als Bürger und Wähler von Perleberg darüber denken. Genießt das jetzige Parlament noch Ihr Vertrauen oder nicht?

Die Antwort fiel recht eindeutig aus. Und das nicht nur in der neben stehenden Umfrage auf der Straße, die man vielleicht noch als nicht repräsentativ bezeichnen könnte, denn nur sechs Leute kommen hier zu Wort. Aber die TED-Abstimmung bestätigt den Meinungstrend. Sie sagt eindeutig, was viele Bürger wollen: Neuwahlen! Denn 81,54 Prozent der Anrufer (402) stimmten für die Selbstauflösung des Stadtparlaments. Für 18,46 Prozent (91) ist das kein Thema.

Für zehn Stunden war gestern unser TED geschaltet, und insgesamt 493 Bürger griffen zum Hörer, konnten frei und anonym entscheiden, was sie für das weitere Wohl der Stadt am besten halten. Sie entschieden sich eindeutig für einen kompletten Neuanfang der Stadtvertretung - entgegen der Auffassung der Fraktionen von SPD, CDU und FDP in der Stadtverordnetenversammlung.

Interessant auch der Fakt, dass sich immerhin 493 Bürger an der Abstimmung beteiligten, ihnen sehr wohl am Herzen liegt, wie es in und mit der Rolandstadt und damit auch der Kreisstadt weitergeht. Gisela Schoop: "Wir sind mündige Bürger und würden gern mitentscheiden." Ralf Arnoldt: "Ein Schlussstrich kann nur gut sein für die Stadt, schlechter kann es nicht mehr werden." Und Dr. Eckhard Tabbert: "Wer als Abgeordneter stets eine gute Arbeit geleistet hat, der braucht Neuwahlen nicht zu fürchten."

Auch das soll nicht unerwähnt bleiben: Bei der Umfrage auf der Straße sagten etliche, dass sie natürlich eine Meinung hätten, sie aber nicht in aller Öffentlichkeit kund tun möchten. Man sei Beamter, wirke in Vereinen und sei so auf ein Miteinander mit allen politischen Kräften der Gesellschaft angewiesen.

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