Feuer in Wohnhaus : Technischer Defekt möglich

Mittels Drehleiter machten sich die Brandermittler unter anderem auch ein Bild von oben, denn noch ist die Ursache nicht geklärt.
Mittels Drehleiter machten sich die Brandermittler unter anderem auch ein Bild von oben, denn noch ist die Ursache nicht geklärt.

Brandermittler untersuchen Wohnhaus in Dergenthin, das Sonnabend in Flammen aufging / Geschwister alarmierten Feuerwehr

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10. August 2015, 22:00 Uhr

Eine Brandruine – mehr ist von dem Wohnhaus eingangs von Dergenthin in Nachbarschaft des Kriegerdenkmals nicht übrig geblieben. Geschätzter Schaden laut Polizei: 50 000 Euro.

Es war in der Nacht von Freitag zu Sonnabend. „Kurz vor ein Uhr ist meine Schwester vom Gebell unseres Hundes wach geworden“, berichtet Hauke Friehs, 14 Jahre jung. Das Haus der Friehs steht direkt gegenüber nur wenige Meter entfernt. Als die Schwester aus dem Fenster sieht, schlagen bereits riesige Flammen aus dem Dach. Geistesgegenwärtig weckt sie ihren Bruder und der greift sofort zum Telefon, ruft die Feuerwehr. Anschließend klingelt er bei seinen Eltern durch, die übers Wochenende einen Kurztrip in den Spreewald gemacht haben. „Wir standen im Bett“, berichtet Stefan Friehs. Sofort wurden die Sachen wieder eingepackt und sich ins Auto gesetzt. „Wir waren froh, als wir sahen, dass alles noch steht“, berichtet er. „Die Feuerwehren haben sich auch um unser Haus gekümmert, es nass gehalten.“ Passiert sei nichts, sagt er gestern während er seinem Zaun frische Farbe gibt.

Zeitgleich rückt gestern noch einmal die Perleberger Ortsfeuerwehr mit ihrer Drehleiter an. „Wir unterstützen die Brandermittler“, ist von Uwe Schleich, zuständig für den Brandschutz und die Wehren der Stadt, zu erfahren. Von oben versuchen die Kriminaltechniker, sich ein Bild zu machen, denn die obere Etage des Wohnhauses ist durch das Feuer so stark zerstört, dass es gefährlich ist, das zu betreten, was noch da ist. „Das Haus war vorwiegend aus Holz bis auf den Schornstein und das Fundament, führt Uwe Schleich an. Und vielmehr ist von jenem nun auch nicht mehr übrig.

Zur eigentlichen Brandursache könne man noch nichts sagen, so Dörte Röhrs von der Polizeidirektion Nord auf Nachfrage. Ein technischer Defekt sei aber bisher nicht auszuschließen.

Dafür würde sprechen, dass das Haus verschlossen und niemand drin war. Vor einigen Wochen habe es einen größeren Wasserschaden in dem Haus gegeben, die Mieter seien daraufhin wo anders untergekommen, so Jens Peters, einer der Miteigentümer, denn das Wohnhaus gehöre einer GbR. Es sollte saniert werden, Handwerker waren schon drin, so Peters. Mehr könne er nicht sagen, mehr wisse er auch nicht. Alles weitere müssen nun Polizei, Anwalt und Versicherung klären. 

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