Tausend Fahrten gleich am ersten Tag

<strong>Die ersten Rodler beim Tag der offenen Tür:</strong> Jasmin aus Rohlsdorf und Kevin aus Pritzwalk. <fotos>Petra Ferch</fotos>
Die ersten Rodler beim Tag der offenen Tür: Jasmin aus Rohlsdorf und Kevin aus Pritzwalk. Petra Ferch

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03. Juni 2012, 07:33 Uhr

Groß Wolterrsdorf | Rund 1000 verkaufte Karten gleich am ersten Tag: Halldor Lugowski ist zufrieden. Der Vorsitzende des Wahrberge Vereins hatte gemeinsam mit seinen Mitstreitern am Sonnabend zum Tag der offenen Tür eingeladen, um die neue Sommerrodelbahn entsprechend einzuweihen.

Die ersten, die sich auf die knappe 80 Meter lange Bahn wagten, waren die neunjährige Jasmin aus Rohlsdorf und der siebenjährige Kevin aus Pritzwalk. "Das ist so cool", lautete ihr Kommentar nach der ersten Fahrt. Und schon ging es gleich wieder auf den Schlitten und bergab. Auch Annemarie genoss die Schlittenpartie mitten im Sommer. Sie war am Wochenende aus Potsdam zum Besuch ihrer Oma nach Lindenberg gekommen, hatte dort von der neuen Anlage erfahren und die Gelegenheit gleich beim Schopf ergriffen.

Ließ es sich am Vormittag noch recht verhalten an - kein Wunder bei Temperaturen unter zehn Grad - so füllte sich die Bahn ab Mittag zusehends, fanden heiße und auch kühle Getränke sowie das Imbissangebot des Wahrberge Vereins guten Absatz. Vor allem aber wurde gerodelt, was das Zeug hielt. "Etwa eine Stunde lang habe ich mir gemeinsam mit unserem Revierförster das Treiben so angeschaut, und ich bin mir sicher, wir haben mit der Anlage den richtigen Nerv getroffen, nicht nur bei den Kindern", freut sich Lugowski.

Wer die Akteure vom Wahrberge Verein kennt, weiß, dass bisher alles, was sie in die Hand genommen haben, auch mit Leben erfüllt wurde: Ob Jugendgästehaus oder Campingplatz, ob Naturbadesee oder Waldlehrpark. Groß Woltersdorf hat sich zu einem touristischen Anziehungspunkt der Prignitz entwickelt. Im vergangenen Jahr kamen knapp 20 000 Besucher. Mit der Sommerrodelbahn will man nun noch mehr anlocken. Uwe Neumann, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz, ist davon überzeugt, dass es klappt. Zum einen wegen des Engagements vor Ort, zum anderen aber auch, weil der Ort eine Station der Bischofs-Radtour ist und mit der Sommerrodelbahn nun auch ein Erlebnis ganz anderer Art bietet, dass sicher auch für Radler interessant ist. "Wir werden das auf jeden Fall in unserer Pressearbeit auch überregional mit vermarkten." Zudem wird der kleine Prignitz-Ort künftig auch Gastgeber für all diejenigen sein, die selbst an einer Sommerrodelbahn interessiert sind. Denn die Anlage ist die bisher einzige dieser Art in Mitteleuropa und damit Referenzobjekt des finnischen Herstellers und Patentinhabers Cel Lindgren. Dessen Projektingenieur Hannu Willström lobt die gute Zusammenarbeit vor Ort. Die Bahn sei zwar die schmalste, die man bisher bisher gefertigt habe, "aber sie ist sehr schön angelegt".

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