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Taubenschau in Meyenburg : Taubenpracht in 100 Rassen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kleintierzuchtverein Meyenburg lud am Wochenende zur großen Ausstellung

svz.de von
erstellt am 07.Jan.2014 | 08:00 Uhr

„Dem Zuchtstandard entsprechend vorzüglich“ – Tiere, denen die Preisrichtern auf der 17. Prignitzer Rassetaubenschau am Wochenende dieses Prädikat verliehen, blieben trotz des hohen Niveaus der Ausstellung Ausnahmen. „Am Anfang des Kalenderjahres geht die Ausstellungssaison dem Ende entgegen“, sagt Fredi Rosenthal, Vorsitzender des Kleintierzuchtvereins Meyenburg, der die Schau organisiert. „Da haben die Züchter ihre Tiere bereits auf kleineren Ausscheiden ausgestellt, so dass hier bei der Kreisschau vielfach bereits ausgezeichnete Vögel zu sehen sind.“

Die Meyenburger Veranstaltung ist inzwischen derart etabliert, dass Rosenthal und seine Vereinskollegen an die Kapazitätsgrenze geraten. „188 Züchter haben in diesem Jahr hier 2003 Tiere aus 100 Rassen gezeigt. Das ist schon eine logistische Herausforderung, die ganzen Käfige bereitzustellen und für einen reibungslosen Ablauf der Bewertung zu sorgen“, sagt er und verweist darauf, dass 25 Preisrichter damit beschäftigt waren, alle Tiere zu begutachten.

Wenngleich es stets schwer sei, junge Menschen für die Kleintierzucht zu begeistern, kann der Meyenburger Verein auf eine solide Mitgliederstruktur bauen. 80 Aktive engagieren sich regelmäßig, die Jugendgruppe zählt 14 Mitglieder. Vor allem die Altersgruppe zwischen 30 und 40 interessiere sich zunehmend für die Zucht von Kleintieren – neben Tauben- sind hier auch Hühner- und Kaninchenzüchter organisiert – und treten verstärkt in den Verein ein.

Neben zahlreichen Züchtern und Besuchern aus der Region kamen manche Gäste auch von weiter her, um Tiere auszustellen oder neue zu erwerben. „Wir sind aus Haldensleben bei Magdeburg hergekommen, um frisches Blut für die Zucht zu organisieren“, sagt Hauke Braumann, der mit seinem Halbbruder Tjark Woltersdorf und seinem Freund Kai Lange die Käfige in der Verkaufshalle inspiziert. Für den elfjährigen Tjark sind die vier Tauben der Rasse „Altdeutsche Mövchen“ die ersten Tiere überhaupt, während Hauke und Kai schon einige Zuchterfahrung haben. „Ich bin mal gespannt, ob es mit der Zucht klappt“, sagt Tjark, während er die Tiere in eine Transportkiste verpackt.

Aber wie kommt man als junger Mensch ausgerechnet zur Taubenzucht? „Es liegt sicher in der Familie“, sagt Kai. „Wenn Opa und Vater Tiere züchten, dann wächst man da rein und macht einfach mit. Es ist ein schönes Hobby und macht einfach Spaß.“


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