Wittenberge : Tänzer wechselt hinter die Bühne

Wiedersehen mit guten Bekannten: Regieassistent André Höhl trifft Backstage auf Frank Matthias und Alenka Genzel.
Wiedersehen mit guten Bekannten: Regieassistent André Höhl trifft Backstage auf Frank Matthias und Alenka Genzel.

Ehemaliger Solist kehrt nach neun Jahren zu den Elblandfestspielen zurück

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16. Juli 2019, 05:00 Uhr

Er war der letzte Tanzpartner der großen Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin Marika Rökk. Ob Friedrichstadtpalast, Kreuzfahrtschiff oder Elblandbühne – jahrelang stand André Höhl als Solist im Deutschen Fernsehballett auf der Showbühne. Auf den Elblandfestspielen 2010 gab er seine Abschiedsvorstellung und kehrt neun Jahre später zurück auf die Ölmühle. „Nicht als Tänzer, sondern als Assistent des Regisseurs Peter Fabers“, sagt er.

Sein Arbeitsplatz ist die linke Bühnenseite. Er sorgt dafür, dass die Requisiten an ihrem Platz sind, weist die Solisten auf ihren Auftritt hin und erinnert sie, wo und wie sie die Bühne zu verlassen haben. „Früher haben sie mich rausgeschickt, jetzt schicke ich sie raus. Das ist der einzige Unterschied“, meint er lachend.

Aus einer Künstlerfamilie stammend, kam er von klein auf mit dem Showgeschäft in Berührung. „Ich wollte alles werden: Sänger, Schauspieler, Tänzer“. Sein Vater war es, der ihn in die richtige Richtung lenken sollte. Erst Kinderballett, dann Ausbildung an der Staatlichen Ballettschule Leipzig.

Mit über 40 Jahren zählte er 2010 zu den Oldies auf der Bühne. „Gesundheitlich hätte ich weiter tanzen können, aber ich verlor die Lust daran“, sagt er und orientierte sich beruflich neu. Als Fabers ihm die Mitarbeit an den Elblandfestspielen anbot, zögerte er nicht.

Er sei stets gerne hier gewesen, mag den Livecharakter der Veranstaltung. „Außerdem treffe ich so viele Bekannte wieder, selbst meine langjährige Nachbarin, die im Orchester Geige spielt“, sagt André Höhl und eilt ohne einen wehmütigen Blick auf die Bühne zu werfen an seinen Arbeitsplatz.

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