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Symbolischer Spatenstich für Erdmännchenanlage

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Im Perleberger Tierpark wurde der erste Spatenstich für die Erdmännchenanlage getan. Zum 50. Jubiläum des Parks im nächsten Jahr sollen die kleinen Tunnelbauer in ihrem neuen Zuhause eingezogen sein.

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erstellt am 21.Jun.2013 | 08:08 Uhr

Perleberg | Jetzt geht es los: Erster Spatenstich gestern für die Erdmännchenanlage im Tierpark. Mit dabei die Firmen, die in den nächsten Wochen hier emsig am Wirken sein werden. "Denn wir wollen zusehen, dass wir bis zum Spätherbst das Gros geschafft haben. Wer weiß, wie der nächste Winter wird, und was fertig ist, ist fertig", so Hartmut Martin, Vorsitzender des Fördervereins Tierpark. Jener hat sich auch hier wieder den sprichwörtlichen Hut aufgesetzt. "Das ist unser Geschenk zum 50. Geburtstag des Tierparks, den wir im nächsten Jahr feiern." Bis dahin soll die Anlage stehen, sollen die possierlichen, überaus agilen vierbeinigen Tunnelbauer hier eingezogen sein.

Da frühestens im Spätherbst eine Aussage getroffen werden könne, ob Fördermittel fließen oder nicht, habe sich der Verein entschlossen, das Vorhaben in Eigenregie zu stemmen. "Wir können es aber auch nur Dank der finanziellen Unterstützung von Menschen und Firmen, die so immer wieder ihre engen Verbundenheit mit unserem Tierpark zeigen", freut sich Hartmut Martin und verbindet damit noch einmal ein großes Dankeschön.

Der Förderverein selbst steuert natürlich auch einen nicht unerheblichen Anteil an Eigenmittel bei. So um die 35 000 Euro werde die Anlage kosten und "mit den überaus tierparkfreundlichen Angeboten der bauausführenden Firmen, bekommen wir es hin." Hauptauftragnehmer ist Perleberger Hochbau GmbH, mit von der Partie auch Universalbau, Fenster As, Dachbau Hardtke, die Firma Dittmer GmbH sowie Elektro Meinert. Auch MDW Wolfshagen stellt entsprechende Materialien zur Verfügung. Das Architekturbüro Röpke hat die Planung übernommen und Fördervereinsvorsitzender Hartmut Martin die Bauleitung.

Unmittelbar in Nachbarschaft der begehbaren Vogelvoliere soll das gut 100 Quadratmeter große Zuhause für die Erdmännchen entstehen. Um die 40 Quadratmeter werde die massive Behausung messen mit Stall, Futterraum und vor allem auch mit einem Raum, von wo aus Besucher das Treiben im Haus beobachten können. Praktisch die Schlechtwettervariante für Tiere und "Zaungäste". Das Außengehege wird von einem Halbsteinmauerwerk eingegrenzt bzw. mit Sicherheitsglas, das den Blick auf die Anlage gewährt. Damit die Tunnelbauer sich nicht selbst in Gefahr bringen, werde nur ein 35 bis maximal 40 Zentimeter hohes Kies-Lehmgemisch aufgebracht. "Darin könne sie dann ihre Gänge buddeln. Stürzen die ein, können sich die Tiere selbst befreien. Erfahrungen anderer Zoos belegen, in tieferen Gängen besteht die Gefahr, dass die Tiere unter dem Sand ersticken", erläutert Hartmut Martin.

Damit die Erdmännchen sich nicht aufmachen und das Tierparkgelände selbst erkunden, werde 30 Zentimeter Drahtgitter ins Fundament eingelassen. Steine und andere Dinge werden zum einen auch optisch für einen Hingucker und zum anderen dafür sorgen, dass die Vierbeiner ihre Beschäftigung haben.

"Unseren Tierpark immer noch ein Stück attraktiver und besucherfreundlicher zu gestalten, dafür sind wir als Förderverein angetreten. Und wir können dabei auf das Team der Mitarbeiter mit ihrem Leiter bauen. Etwas ganz Wichtiges, denn sie haben langjährige Erfahrungen. Zugleich sind wir dankbar für jegliche Hinweise und Anregungen", betont Martin.

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