New Healing Festival : Symbiose aus Natur und Party

 
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New Healing Festival am Preddöhler Stausee zieht allein am Wochenende über 1000 Besucher zu den Musikveranstaltungen

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25. August 2015, 08:00 Uhr

Die Strahler tauchen den Platz in leuchtende Neonfarben. Blau wechselt auf pink, gelb, dann grün, Laserstrahlen zucken über das Areal, zu melodischen Bassklängen wiegen sich die Menschen auf der Tanzfläche. Szenenwechsel: Eine junge Frau wandelt in der Dunkelheit über die Wiese, ihre nackten Füße streifen das Gras und finden den Weg zwischen Dutzenden Kerzen, ein Labyrinth zur Selbstfindung und zum Verständnis der Natur, wenige Meter entfernt sitzen junge Leute im Gras und unterhalten sich über die Mensch-Tier-Beziehung.

Was hier wie zwei höchst unterschiedliche Welten anmutet, ist doch dieselbe Veranstaltung. Würde der Wind nicht allumfassend Musik über die Szenerie tragen, könnten die Bilder gegensätzlicher nicht sein. Doch genau diese Symbiose aus Natur und Party, ist das Grundkonzept des New Healing Festivals, das gestern in den frühen Morgenstunden endete. Eine Woche existierte auf dem Gelände am Preddöhler Stausee ein eigenes kleines Zeltdorf, in dem rund 210 Workshops und Vorträge zu Themen aus den Gebieten Natur und Lebensführung im Mittelpunkt standen und das am Wochenende mit drei Festivals und Partytagen endete.

„Das Gelände mit dem Tipi-Town und dem Partyareal hat eine tolle Atmosphäre. Wenn man den Weg zwischen den beiden Plätzen entlang geht mit den ganzen Lichtern fühlt man sich wie in einem anderen Universum“, erzählt Elvina aus Österreich. Sie ist mit dem Organisator befreundet und hilft aus als Mädchen für alles in vielen Bereichen. Neben ihr sitzt Sunny Clayton. Er schafft mittels UV-Farben Graffiti, die er live vor Publikum erstellt. „Das Klientel hier bevorzugt grelle Farben und experimentelle Methoden, deshalb passen die Neonfarben. Das ist absolut individuell und hat eine Nachhaltigkeit“, so der Österreicher.

Nicht ganz so weit hatte es Eva-Katharina. Die Stuttgarter Studentin will hier vor allem dem „Hamsterrad“ des Alltags entfliehen. „Das ist für mich eine Selbsterfahrung hier. Vor allem möchte ich fünf Tage mit interessanten Menschen Erlebnisse teilen und vielleicht meinen beruflichen Weg finden. Hier ist alles familiär und friedlich“, erzählt sie.

Und auch aus der Region reisten die Leute zum Stausee. „Mein Bruder begleitet die Healing schon seit Jahren, hier sind die Leute in Ordnung und alles läuft ohne Stress ab“, erzählt der Ludwigsluster Sebastian. Aussagen, die vor allem auch Mitorganisator Jens Zygar freuen werden. „Das Konzept hat super funktioniert und wir haben schon mehr Besucher als im vergangenen Jahr. Besonders die Entwicklung über die Woche ist erstaunlich und ich freue mich, dass wir keine Zwischenfälle hatten“, erzählt er. Herauszuheben wolle Zygar die herausragenden Konzertabende und über 40 Musiker, die mit ihren Psytrance-Klängen das Festival ausmachen. Einer von ihnen ist der Hamburger Mat Mushroom. „Das ist in diesem Sommer mein sechstes Festival. Trotzdem bin ich überwältigt von der Gemeinschaft hier und natürlich dem Areal.“ Ein Areal, das wohl auch im kommenden Jahr wieder Schauplatz für Klänge, Laser und vor allem einer ganz speziellen Gemeinschaft sein wird.

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