Wettbewerb : Sükow und Berge zeigen sich von bester Seite

Dorfrundgang in Sükow: Begleitet wird die Wettbewerbsjury dabei auch von vielen Dorfbewohnern.
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Dorfrundgang in Sükow: Begleitet wird die Wettbewerbsjury dabei auch von vielen Dorfbewohnern.

Dörfer in der Prignitz beteiligen sich am bundesweiten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

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19. September 2017, 05:00 Uhr

„Unser Dorf hat Zukunft“ – fünf Dörfer der Prignitz beteiligen sich an dem Wettbewerb. Nach Bälow und Wutike stiegen nun Sükow und Berge ein, in das Rennen um eine gute Platzierung. Am Montag präsentierten sie sich der Kreisjury. Quitzöbel folgt am Donnerstag.

187 Einwohner zählt der Perleberger Ortsteil Sükow. „Wir sind angetreten, um zu zeigen, dass auch ein kleines Dorf Großes vermag“, betont Ortsvorsteher Diethard Schulz. Trotz seiner 700 Jahre sei das Dorf jung geblieben, geschuldet auch der Tatsache, dass es zusehends wieder junge Menschen nach Sükow zieht. Wohnungen sind gefragt ebenso wie Bauland und von beidem hätten die Sükower gern mehr. „Leerstand haben wir nicht, kennen wir eigentlich auch nicht“, so der Ortsvorsteher, der keinen Hehl daraus macht, dass man von der Nähe der Kreisstadt profitiere. Schulen, Kitas, medizinische Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten – „alles schnell und auch mit Fahrrad zu erreichen“. Das Dorf selbst ist eine grüne Oase – liebevoll gepflegt, mit großen Hausgärten zur Straße hin. Und am eigenen Gartentor hört das Engagement nicht auf, beginnt das fürs Gemeinwohl. Ein Garant dafür ist der Verein Sükower Landleben e. V., der sich 2015 gründete und über 30 Mitglieder zählt. Sein nächstes großes Projekt: Ein Dorfgemeinschaftshaus. Der dringend sanierungsbedürftige Gemeinderaum soll einer neuen Zukunft entgegen sehen. „Gespräche zwischen Kirche und Kommune laufen bereits“, so sichtlich optimistisch der Ortsvorsteher. Über das Leader-Programm hoffe man an notwendige Fördermittel zu gelangen, wenn dann das Nutzungskonzept endgültig steht.

Besonders stolz sind die Sükower darauf, gar einen eigenen Bischof vorweisen zu können. Im Juni hat die hölzerne Skulptur, die auf 1440 datiert wird, einen Ehrenplatz wieder in der Kirche erhalten und sich als kleiner Besuchermagnet etabliert.

Mit der guten Infrastruktur für Bürger und Vereine will Berge punkten. Die Grundschule stellt ihr Schwimmbecken der Kita für Schwimmunterricht bereit. Die Turnhalle steht besonders im Winter Sportvereinen aus dem Ort für Training und Wettkämpfe zur Verfügung. In der Aula trainiert die Karnevalsgesellschaft Berge (KGB), gibt es auch Theateraufführungen und weitere Veranstaltungen.

Die Kirche gab ein Stück Land ab, um den Spielplatz der Kita zu vergrößern. Wenn die Tagespflege Lenz 2018 eine große Küche errichtet, wird die Grundschule mit versorgt. Für die junge Generation beteiligten sich Funken der KGB und Mitglieder der kürzlich gegründeten Jugendfeuerwehr am Rundgang.

Die Nutzung der Königsmühle und ein auto- und betonfreier Schulhof zählen zu den Projekten, die Kommune und Dorf- und Kulturverein „Leben in Berge“ noch umsetzen wollen.

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