Perleberg : Sükow: Löschwasser vorhanden

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Stadt widerlegt mit dieser Auskunft Bürgerbefürchtungen. Neuer Brunnen soll außerdem gebaut werden

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06. November 2018, 11:00 Uhr

Wenn es in Sükow in der Dorfmitte brennt, dann könne man nur noch in die Flammen schauen. Der Dorfteich ist ausgetrocknet, der Hydrant an der Kirche gehe auch nicht und der Brunnen ziehe Sand, kritisiert ein älterer Sükower auf der Einwohnerversammlung. Das Versprechen der Stadt an diesem Abend: Man werde sich umgehend des Problems annehmen.

Bereits tags darauf wird klar: Die Versorgung mit Löschwasser ist im Dorf gesichert, wie Uwe Schleich, zuständig für Brand- und Katastrophenschutz bei der Stadt, bestätigt. Und dabei führt er nicht das Wasser ins Gefecht, das die Feuerwehrflotte an Bord hat. Nur der Vollständigkeit halber: 12 500 Liter Löschwasser, ausreichend für zehn bis 15 Minuten plus Reserve und damit genügend Zeit, um eine Löschwasserversorgung aufzubauen. Doch gerade Letzteres wurde auf der Einwohnerversammlung angezweifelt.

Stichwort Hydrant: „Jene stehen bei uns auf Trinkwasserleitungen, werden von diesen gespeist. Wenn ein solcher nicht funktioniert, dürfte Sükow kein Trinkwasser haben“, erläutert Schleich.

Das Dorf verfüge zudem über mehr als nur den einen. Zwei sogenannte H 150-Hydranten befinden sich im Bereich der Kreuzung Postweg sowie in Höhe der Hähnchenmastanlage. Sie liefern 96 Kubikmeter Löschwasser in der Stunde. Einen weiteren, ein H 100, gibt es an der Zufahrt Sportplatz. Die Hydranten befinden sich somit jeweils an den Ortsenden. Anders gesagt, es sind rund 350 Meter bis zur Dorfmitte. „Hier schnell eine Schlauchverbindung aufzubauen – kein Problem. Die Feuerwehren der Stadt sind technisch und taktisch in der Lage, eine stabile Löschwasserversorgung über diese Entfernung in wenigen Minuten herzustellen“, betont Uwe Schleich.

Der Teich am Ortsausgang Richtung Dergenthin: „Es ist kein Löschwasserteich. Für uns stellt er lediglich eine zusätzliche Möglichkeit da, um im Fall der Fälle Löschwasser zu entnehmen.“

Und der Brunnen an der Kirche?

Der ist in die Jahre gekommen und versandet. Mittelfristig soll er wieder erneuert werden, so Schleich. Dazu muss und soll zuvor eine entsprechende Prüfung erfolgen, um sicher zu stellen, bei einem Neubau auch auf ausreichend Nass zu stoßen. Letzteres wolle man möglichst in einem Atemzug mit dem Schönfelder Vorhaben realisieren, weil es unterm Strich dann einfach preiswerter werde. „Doch auch ohne den Brunnen erfüllen wir die gesetzlichen Vorgaben“, betont Uwe Schleich und verweist auf die Löschwasseranalyse des Landkreises, die dieses bescheinigt.

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