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Der Prignitzer

20. November 2017 | 05:05 Uhr

Suche nach der Ursache

vom

svz.de von
erstellt am 24.Nov.2011 | 07:45 Uhr

Niemegk/Brandenburg/Havel | Der Auslöser für die Massenkarambolage auf der A9 mit Toten und Verletzten ist weiter unklar. Möglicherweise seien Autofahrer bei dichtem Nebel und sehr schlechter Sicht am Dienstagabend zu schnell gefahren, sagte gestern ein Polizeisprecher in Brandenburg/Havel. Das seien jedoch Spekulationen - ein beauftragter Gutachter werde mehrere Tage brauchen, um alle an dem Unfall beteiligten Wagen zu überprüfen.

Jetzt sollen Angehörige die beiden Toten identifizieren. Nähere Angaben, etwa zur möglichen Herkunft der Opfer, machte der Polizeisprecher nicht. Auch sagte er nichts über die Schwere der Verletzungen der Überlebenden. Die Unfallopfer wurden der Feuerwehr zufolge in Krankenhäuser in Brandenburg und Sachsen-Anhalt gebracht. Klarheit zum Unfallhergang soll die Vernehmung der Unfallopfer und der unverletzten Insassen bringen. Ob das schon geschehen ist, konnte der Polizeisprecher jedoch nicht sagen. Zwei Menschen starben bei dem schweren Unfall auf der Verkehrsader zwischen Leipzig und Berlin, neun weitere wurden verletzt. In Richtung Berlin waren insgesamt acht Lastwagen und 16 Autos ineinander gekracht, die Autobahn glich einem Trümmerfeld. Die Sicht war zwischen Klein Marzehns und Niemegk (Potsdam-Mittelmark) südlich von Berlin wegen des Nebels stark eingeschränkt. Laut Polizei lag sie teilweise unter 20 Meter. Nach dem Unfall war die A 9 stundenlang gesperrt. In der Nacht zum Mittwoch waren bis zu 120 Polizisten, Feuerwehrleute und Experten des THW. Der Fall erinnert an eine andere Massenkarambolage mit mehr als 50 Autos am Freitagabend im Münsterland. Auf der A31 starben dabei drei Menschen, zahlreiche Personen wurden verletzt. Auf der A9 gab es bereits am Montag fast an derselben Stelle, an der auch der schwere Unfall am Dienstagabend passierte, ein Unglück mit zwei Todesopfern. Ein 44-jähriger Mann und seine vier Jahre alte Tochter waren mit dem Auto unter einen auf dem Standstreifen stehenden Lastwagen geraten.

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