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Zuwachs für Wittenberger Ausstellung : Stuttgarter stiftet Maschinen

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadtmuseum freut sich über Vergrößerung seiner Sammlung / Regionales Unternehmen sichert Transport ab

von
erstellt am 18.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Das Stadtmuseum hat seine Nähmaschinensammlung um drei interessante Exemplare erweitern können. Die Maschinen aus der Singer-Ära sollen ihren Platz in der Exposition im Uhrenturm finden, so Museumsmitarbeiter Christian von Hagen.

Zu verdanken hat das Museum den Zuwachs Hermann-Lambert Oediger aus Stuttgart. „Die Nähmaschinen stammen aus einem Privathaushalt. Herr Oediger hatte Kontakt zu uns als Stadtmuseum aufgenommen“, so von Hagen. Der Stuttgarter musste einen Haushalt auflösen. Zu diesem gehörten auch die drei Nähmaschinen. Zum Verschrotten viel zu schade, befand der Mann. Aber wohin damit? „So bemühte er sich, einen Liebhaber für diese Sammlerstücke zu finden. Über das Internet ist er auf die umfangreiche Nähmaschinensammlung der Stadt Wittenberge aufmerksam geworden“, weiß von Hagen. Der Stuttgarter knüpfte den Kontakt zu Museumschefin Birka Stövesandt und zu Christian von Hagen.

Die gute Botschaft: Hermann-Lambert Oediger stellte die Nähmaschinen für die hiesige Sammlung kostenlos zur Verfügung. Das Problem: Wie kommen die Maschinen, davon eine mit Tisch und gusseisernem Unterbau, die gut 600 Kilometer von Stuttgart nach Wittenberge? In der Firma DEBE Transport fand das Museum einen Unterstützer. „Firmeninhaber Detlef Benecke erklärte sich bereit, den Transport kurzfristig zu übernehmen, ihn mit einer Tour zu verbinden“, so von Hagen. „Wenn es uns möglich ist, die Stadt zu unterstützen, dann tun wir es auch. Wir sind doch Lokalpatrioten“, so Benecke. So kamen die neuen Museumsstücke wohlbehalten und für die Einrichtung kostenlos nach Wittenberge. Das Stadtmuseum bedankt sich für die Unterstützung und betont in diesem Zusammenhang: „Es besteht eine gute Zusammenarbeit zwischen örtlichen Unternehmen, die so auf freiwilliger Basis die Kulturgeschichte mit fördern.“

Wie von Hagen sagt, handelt es sich bei den neuen Maschinen um Exemplare, „die zur Vervollständigung der Produktpalette noch fehlten“. Mit dabei, so von Hagen, ist eine seltene Singer-Industrienähmaschine, wie sie beispielsweise in Nähereien zum Einsatz kam.

Geplant ist, die neu erlangten Maschinen nach entsprechender Restauration in der bereits bestehenden Ausstellung im Uhrenturm der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Exposition im Turm verdeutlicht die Bedeutung der Nähmaschinen für Wittenberge. „Das vermitteln wir in dieser Ausstellung und wir tragen dazu bei, dass Wittenberge auch zukünftig als Stadt der Nähmaschinen bekannt bleibt.“  


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