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Das große Aufräumen nach „Xavier“ : Sturmschäden und kein Ende

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadtbetriebshof: Sichern und aufräumen wird viele Wochen dauern / Friedhof, Parks und Wald sind nach wie vor gesperrt

von
erstellt am 13.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Frühestens Ende nächster Woche könne der Friedhof wieder betreten werden. Wann die Sperrung von Clara-Zetkin-Park und Stadtpark aufgehoben wird, das lasse sich derzeit wirklich noch nicht sagen. Das gelte auch für die Sperrungen des Waldes rund um den Friedensteich und für den Krausewald, so Andreas Grieswald. Täglich, ja fast stündlich erreichen ihn als Leiter des Stadtbetriebshofs noch immer Hinweise auf Schäden, die Xavier mit seinen Orkanböen angerichtet hat. „Unsere Mitarbeiter sind seit dem letzten Donnerstag quasi im Dauereinsatz“, hebt Grieswald deren Engagement und hervor und unterstreicht die große Unterstützung, „die wir dabei nach wie vor von unserer Feuerwehr erhalten“. Zwei Firmen, die Firma Erdmann und die Firma Schulz, hat der Betriebshof zusätzlich per Vertrag gebunden. „Alle Sturmschäden im Grünbereich benennen? Derzeit noch nicht möglich“, sagt Grieswald. „Und wir können auch noch nicht sagen, wann wir endgültig durch sind.“ Am Donnerstag hat die Firma Schulz an der Kindertagestätte in der Sandfurttrift gearbeitet. Zehn große Bäume auf und am Freigelände hat der Sturm quasi umgemäht. „Es ist ganz wichtig, dass wir dort aufräumen, damit die Kinder ihr Gelände wieder nutzen können“, so Grieswald. Mit Sorge beobachteten Grieswald und Betriebshofmitarbeiter am Donnerstag den stürmischen Wind. „Für einige Bäume kann eine Böe genügen und sie stürzen um“, so der Betriebsleiter und er berichtet von großen Bäumen, „die der Sturm kurz angehoben hat“. „Sie sind zwar erst einmal stehen geblieben, stellen aber ein großes Sicherheitsrisiko dar.“ Allein in der Bürgerstraße hat es acht Linden getroffen. „Wir müssen sie zur Sicherheit alle ’runternehmen.“ Grieswald warnt aus diesem Grund dringend davor, trotz Verbots die gesperrten Parks und den Wald zu betreten. „Ohne geschultes Auge sieht man nicht, welche Bäume nicht mehr standfest sind.“ Die Betriebshofmitarbeiter kontrollieren die Standorte auf Erdrisse und Ausbeulungen. Nach ersten Maßnahmen im Clara-Zetkin-Park gleich nach dem Sturm will der Stadtbetriebshof dort ab der kommenden Woche Kräfte konzentrieren. „Auf dem Friedhof sind wir im Dauereinsatz. Denn unabhängig von der Sperrung sichern wir die Beisetzungen ab.“ Das heißt, dort gewährleisten Mitarbeiter die Sicherheit zu allererst. Insgesamt hat Xavier auf dem Friedhof 40 Bäume entwurzelt. Hinzu kommen jene, die sich kaum noch halten können und ’runter müssen sowie an- und ausgebrochene Äste und Kronen. Mit anderen Worte: Es gibt auch dort noch jede Menge zu tun vor der Wiedereröffnung. Gesperrt ist seit Xavier auch die Wahrenberger Chaussee zwischen dem Abzweig B 189 und dem Elbdeich. Dort hat der Sturm so gewütet, dass aus der Allee entlang der Straße 25 Bäume umstürzten. Die Straße ist beliebt bei Ausflüglern. „Aber die Leute müssen sich noch gedulden. Es wird noch eine Weile bis zur Freigabe dauern“, so Grieswald.  

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