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Personalien im Fokus : Stühlerücken im Rathaus

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Verwaltungsmitarbeiter für halbes Jahr umgesetzt / Bürgermeisterin spricht von Testphase

von
erstellt am 27.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Seit dem 1. März ist Annett Jura die Chefin im Rathaus. Dieser Tage nun die Stellenausschreibung für eine/n Assistent/in der Bürgermeisterin. Bis dato taten die Abgeordneten sich gelinde gesagt schwer, wenn es um Neueinstellungen ging. Hat die Bürgermeisterin einen Sonderbonus, gesteht man ihr mehr Spielraum zu?

Und wo ist die bisherige Assistentin geblieben? „Julia Daue hat eine neue Aufgabe übernommen. Sie ist zuständig für die Lotte-Lehmann-Akademie, konkret für den Aufbau des Ganzjahresbetriebes“, erläutert Annett Jura. Kooperationspartner gewinnen, die Sommerakademie und die Lehmann-Woche mit vorbereiten, sich um alles kümmern, was sich ums Thema Musik rankt sowie um das Haus am Großen Markt – wie im Konzept für den Fördermittelgeber festgeschrieben – sind nur einige Aspekte dieses Tätigkeitsfeldes. Für Annett Jura steht außer Zweifel, „dass wir es ohne personellen Einsatz nicht schaffen werden, einen Ganzjahresbetrieb zu etablieren.“

Auf den neuen Assistenten oder auch die Assistentin der Bürgermeisterin kommen weitaus mehr und andere Aufgaben zu, „denn als Bürgermeisterin kann auch ich mich nur im aktuellen Stellenplan bewegen, denn der hängt am beschlossenen Haushalt. Der neue wird erst erarbeitet“.

Im August geht der Wirtschaftsförderer der Stadt, Klaus Possenau, in den Ruhestand. Seine Arbeit wird in die Aufgaben des Assistenten mit einfließen, wie dieser sich auch um das Beteiligungsmanagement kümmern soll. Die Stadt ist in verschiedenen Gesellschaften vertreten, also an diesen beteiligt.

Personalmangel in der Stadt-Info und im Museum, bürgerfreundliche Öffnungszeiten kaum machbar. Bis dato versuchte man, das über Honorarkräfte abzusichern, deren Verträge sind jetzt ausgelaufen. Eine Lösung erwartete jeder nun von der neuen Bürgermeisterin. In Absprache mit dem Personalrat und der Personalchefin wurden Kollegen für ein halbes Jahr umgesetzt, aus anderen Bereichen abgezogen. „Für sie haben sich Arbeitsplatz und Aufgaben verändert“, so Jura. Sie sehe dies als eine Testphase. Stellt sich heraus, dass hier auf Dauer Personal benötigt werde, dann muss darüber mit den Abgeordneten gesprochen werden.

Neue Aufgaben hat Nicole Drescher erhalten. Sie wechselte vom Kulturamt ins Rathaus, ist fortan zuständig für Öffentlichkeits- und Pressearbeit, „sprich das Perleberger Pendant zu Christiane Schomaker in Wittenberge. Weiterhin wird sie das Bündnis für Familie betreuen und – das ist neu – die Projektarbeit koordinieren. Ich sehe in Projekten wie Zukunftsstadt, für das wir gemeinsam mit Wittenberge den Zuschlag erhalten haben, eine gute Möglichkeit, Bürger in die Verwaltungsarbeit einzubeziehen“, so Jura.

Umgezogen ist hingegen Kulturamtsmitarbeiterin Martina Hennies von der Lotte-Lehmann-Akademie zurück in die Karl-Liebknecht-Straße. An ihren Aufgaben habe sich aber nichts geändert. „Die Akademie für den Ganzjahresbetrieb aufzustellen, das hieß auch, dass wir als Verwaltung nicht Probenräume belegen können. So mussten die Kollegen hier zusammenrücken bzw. umziehen“, stellt die Verwaltungschefin klar.

 

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