Stadtentwicklung in Wittenberge : Studentischer Blick auf grüne Stadtoasen

Professor Krause (l.), Gerd Tschersich und Peggy Heyneck nahmen auch den Packhofstrang in Augenschein.
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Professor Krause (l.), Gerd Tschersich und Peggy Heyneck nahmen auch den Packhofstrang in Augenschein.

Gemeinsames Projekt mit 20 angehenden Landschaftsarchitekten

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11. August 2016, 12:00 Uhr

Kleingärten, Clara-Zetkin-Park, Külz-Berg, Allende-Viertel, Packhofstrang, städtische Anlagen, Brachflächen mitten in Häuserzeilen: Wittenberge hat ohne Zweifel viel Grün vorzuweisen. Wie sollte, wie kann man damit wertsteigernd für Wittenberge umgehen?

Antworten darauf erhofft und erwartet die Kommune von den über 20 Studentinnen und Studenten der Fachhochschule Erfurt, Fachbereich Landschaftsarchitektur, die Ende Oktober für mehrere Tage nach Wittenberge kommen, um hier konkrete Projekte zu bearbeiten. „Es geht dabei nicht um Visionen, sondern um praxisnahe Projekte“, sagt Professor Dr. Gerlinde Krause vom Fachbereich Umwelt an der Erfurter Fachhochschule. Sie wie Peggy Heyneck, im Stadtbauamt für den Umweltbereich zuständig, unterstreichen gegenüber dem „Prignitzer“ das gemeinsame Ansinnen, künftig deutlich enger zusammenzuarbeiten.

Damit die Studenten im Oktober sofort mit konkreten Aufträgen beginnen können, orientierte sich Professor Dr. Krause gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Gerd Tschersich in Wittenberge über den Bestand, über Probleme und Erwartungen der Stadt. Fachkundige Auskunft dazu gab Peggy Heyneck. Dr. Krause und Gerd Tschersich verschafften sich auch bei einem Gang durch die Stadt, der am Packhofstrang endete, einen umfassenden Überblick, und waren angetan, von dem, „was wir gesehen haben“. „Es ist ein qualitativer Grundbestand da, ohne Zweifel. Ihn in seiner Qualität weiter zu entwickeln, das sollte das Ziel sein“, so Professor Krause. Das soll sich in den Projektthemen für die Studenten wiederfinden. Und zwar mit Effekten sowohl für die Landschaftsgestaltung, aus städtebaulicher Sicht wie auch unter touristischen Gesichtspunkten. Überzeugt sind die Professorin wie auch der Landschaftsarchitekt, „dass es einfacher ist, von außen etwas anzuschieben, Veränderungen zu bewirken, weil man unvoreingenommener auf die Gegebenheiten schaut.“ Wie Peggy Heyneck sagt, ist im Frühjahr des kommenden Jahr mit Projektergebnissen zu rechnen.

Entstanden ist die Verbindung zwischen Kommune und der Fachhochschule, die sich nun in konkreten und vor allem nachhaltigen Ergebnissen für Wittenberge niederschlagen soll, durch zwei Studierende. So hat Peggy Heyneck die Bachelorarbeit von Rico Kugler betreut, der in Erfurt studiert und damit den Kontakt dorthin hergestellt. Professor Krause sei über den aus Wittenberge stammenden Johannes Fischer und dessen Masterarbeit auf die Stadt aufmerksam geworden.

Heyneck betont: „Wir versprechen uns von dem wissenschaftlichen Input Entwicklungsanstöße auch im Sinne unseres Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes, das derzeit fortgeschrieben wird.  

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