zur Navigation springen

Kunstprojekt : Studenten lassen Räume „blühen“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Dazu kommen die Kulturarbeiter in spe an den nächsten drei Wochenenden in die Stadt und möblieren den Bismarckplatz

von
erstellt am 19.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Sessel, Stühle, Sofas auf dem Bismarckplatz? Vielleicht schwer vorstellbar. Aber fünf Studenten wollen beweisen, dass man so einen öffentlichen Raum, wie es im städtebaulichen Fachdeutsch heißt, zu einem Stadtwohnzimmer machen kann. Formal, in dem man den Platz möbliert, und inhaltlich, wenn sich hier Wittenberger und Studenten zum ungezwungenen Miteinander treffen. Und das an drei Wochenenden in Folge. An diesem geht es los, sagen Martin Naundorf, Dahna Menner, Kim O. Sanou, Louis C. Mauff und Mara Senger. Sie studieren an der Fachhochschule Potsdam Kulturarbeit.

Der „Prignitzer“ ist dabei, als die jungen Leute dem leerstehenden Safariladen, in dem sie ihr Hauptquartier aufschlagen wollen, und dem Bismarckplatz einen vorbereitenden Besuch abstatten, begleitet von der Stadtpolitik in der Person von Marcel Elverich, SPD-Stadtverordneter und Vorsitzender des Bauausschusses, von Petra Lüdtke als stellvertretender Bauamtsleiterin sowie Mitarbeiter Marvin Michitsch. Selbstbewusst erzählen die Studenten von ihrem Projekt. „Raumblühen“ haben sie es getauft. Und irgendwie wollen die Studenten ja auch Räume kulturell aufblühen lassen, zumindest kann man es sich so vorstellen. Martin Naundorf sagt: „Unsere Idee ist es, das Potenzial von leeren Räumen kreativ zu nutzen.“ Wobei man sich unter Räumen bitte nicht zwingend Gebäuderäumlichkeiten vorstellen solle. Auch der Bismarckplatz ist, um auf ihn zurück zu kommen, ein Stadtraum, dem Belebung gut zu Gesicht steht.

Am liebsten wäre es den Kulturarbeitern in spe, „wenn in den ungenutzten Räumen Wittenberger und Kreative, im Sinne von Künstlern, zusammengeführt werden könnten“. Selbstbewusst wie sie sind, machen die Studenten auch keinen Hehl daraus, dass sie durchaus an Künstler aus Hamburg und Berlin denken. Denn diese hätten ja in Wittenberge genügend Platz, also Raum, um sich zu entfalten. Auf Wittenberge als Örtlichkeit für ihr Projekt sind die Studenten, wie sie einhellig betonen, eben wegen der Leerräume und der damit verbundenen Potenziale gekommen. Wie man sie nutzen kann, wollen sie das erste Mal mit ihrem Programm zeigen, das sie für Freitag und Sonnabend vorbereitet haben. „Und wir setzen dabei ganz stark auf die Wittenberger, darauf, dass sie mitmachen“, appellieren die jungen Leute an die Elbestädter. Und Kunst aus Hamburg und Berlin versprechen sie auch. Im Safariladen soll es eine „wachsende Ausstellung mit Werken von Künstler*innen aus Wittenberge, Berlin, Hamburg“ geben.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen