Müllentsorgung wird zum Ärgernis : Streitigkeiten um Gelbe Säcke

Nur eine Rolle Gelber Säcke wird ausgegeben, so sind die Vorgaben.
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Nur eine Rolle Gelber Säcke wird ausgegeben, so sind die Vorgaben.

Perleberger Vermieter möchte vom Entsorger die Gelben Säcke nicht nur rollenweise, sondern eine ganze Kiste

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07. April 2017, 05:00 Uhr

Seit Oktober des vergangenen Jahres können sich die Facility-Management Kirbach & Rüdiger-Gottschalk GbR als Vermieterin von altersgerechten Wohnungen sowie das regionale Entsorgungsunternehmen Becker Umweltdienste nicht über die Ausgabe von Gelben Säcken einigen. Daher wird seitdem ein reger Briefwechsel geführt, der inzwischen auch den Auftraggeber für die Entsorgung der Gelben Säcke, die Reclay-Systems GmbH in Köln, erreicht hat.

Ursache war ein Telefonat eines Mitarbeiters der Facility-Management GbR mit dem Entsorger. Dort bat der Mitarbeiter um die Bereitstellung eines Kartons Gelber Säcke, da man bei den Ausgabestellen nur je eine Rolle erhalte. Als Vermieter von altersgerechten Wohnungen in verschiedenen Wohnanlagen wollte man als Service die Säcke an die betagten Bewohner ausgeben.

Robert Enge, Geschäftsführer der Becker Umweltdienste, bestätigt noch einmal gegenüber dem „Prignitzer“, dass seine Mitarbeiter richtig gehandelt hätten. „Wir haben uns an die Vorgaben des Systembetreibers und des Landkreises Prignitz zu halten“, so Enge. „Eine Bereitstellung von Säcken kistenweise ist nicht vorgesehen.“ Als Alternative hat er die Aufstellung eines 1,1 Kubikmeter Müllgroßbehälters angeboten. Doch dies wurde abgelehnt. Für Facility-Geschäftsführer Uwe Kirbach ist das keine Alternative. „Ich müsste andere Säcke kaufen, weil wir keine Gelben Säcke mehr bekommen, wenn eine große Tonne aufgestellt wird. Wir wollen den Mietern im altersgerechten Wohnen einen Service anbieten. Denen, die nicht mehr gut zu Fuß sind, den Weg zur Ausgabestelle ersparen. Es ist doch egal, ob 20 Mieter jeweils eine Rolle holen oder wir einmal 20.“ Seine verantwortliche Mitarbeiterin, Daniela Herbst, sieht auch Probleme bei der Aufstellung der Großbehälter.

Bleibt die Frage, wie es andere Vermieter in ihren altersgerechten Wohnungen händeln? Bei der GWG Wohnungsgesellschaft mbH Perleberg/Karstädt zum Beispiel sind auch in diesen Wohnungen die Mieter selbst verantwortlich, wie von Mitarbeiterin Cornelia Winter zu erfahren war. „Unsere Mieter holen sich die Gelben Säcke bei den Ausgabestellen und sorgen auch selbst für die Entsorgung.“ Zwischen der Facility-Management GbR und der Becker Umweltdienste bleiben die Fronten verhärtet: Dienstleistungsangebot des Vermieters auf der einen Seite und Vorgaben des Entsorgers auf der anderen.

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