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Der Prignitzer

22. November 2017 | 14:11 Uhr

Streiks behindern Start in Herbsturlaub

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bundesweit rund zwei Drittel der Verbindungen im Fernverkehr ausgefallen

von
erstellt am 19.Okt.2014 | 23:42 Uhr

Volle U-Bahnen und Busse, verwaiste Bahngleise – der Lokführerstreik machte sich am Wochenende auch in Berlin und Brandenburg bemerkbar. Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL im Tarifkonflikt mit der Bahn begann trotz eines neuen Angebots des Konzerns am frühen Samstagmorgen. Erst heute um 4 Uhr sollte die Arbeit wieder aufgenommen werden. Rund 70 Prozent der Fernzüge fielen aus, während in sieben Bundesländern die Herbstferien begannen. Dazu gehörten auch Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

An den Bahnhöfen der Hauptstadt strandeten besonders viele Touristen, die zuvor nichts von dem Ausstand mitbekommen hatten. Die Bahn stellte daher einen „Hotelzug“ an einem Gleis im Hauptbahnhof bereit, in dem Gestrandete übernachten konnten. Im Brandenburger Regionalverkehr wurde ein Ersatzfahrplan eingerichtet, der laut einem Bahnsprecher gut funktionierte. Gestern seien 17 zusätzliche Züge eingesetzt worden. In geringem Umfang gab es auch einen Busersatzverkehr.

Von den Zugausfällen profitierten vor allem die Fernbusunternehmen. Am Busbahnhof neben der Messe Berlin waren die Wartehalle sowie die Busse meist fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Es habe nach der Ankündigung der Streiks massive Anstiege der Buchungszahlen gegeben, sagte ein Sprecher von „MeinFernbus“. Beim Konkurrenten „Flixbus“ verzehnfachten sich nach Angaben einer Sprecherin die Zugriffszahlen. Viele Strecken seien ausgebucht. Auf besonders nachgefragten Strecken wie der zwischen Berlin und Hamburg würden Zusatzbusse eingesetzt.

Von den Streiks betroffen waren auch die S-Bahnen. In Berlin fielen einige Linien wie die Ringbahn komplett aus, andere fuhren nur im 20- oder 40-Minuten-Takt. In der Folge stiegen die Menschen auf U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen um.

Laut Tobias Woitendorf vom mecklenburgischen Landestourismusverband wurden am zurückliegenden Wochenende in MV zwischen 50 000 und 80 000 Gäste erwartet. Sechs bis acht Prozent von ihnen reisen mit der Bahn an. „So sind ein paar Tausend Gäste betroffen, die dann mitunter auch auf eine Reise nach MV verzichteten“, zieht Woitendorf ein erstes Resümee.


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