Straßenmeisterei erwirtschaftet Plus

Links das  Fahrzeug mit den Sprühdüsen am Heck, rechts daneben die herkömmliche Technik  mit dem Streuer für Tausalz.Birgit Hamann
Links das Fahrzeug mit den Sprühdüsen am Heck, rechts daneben die herkömmliche Technik mit dem Streuer für Tausalz.Birgit Hamann

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03. September 2012, 06:47 Uhr

Prignitz | Dass sich die Kreisstraßenmeisterei Prignitz auch im Sommer mit dem Thema Winterdienst auseinandersetzt, hat vornehmlich finanzielle Gründe. In der jüngsten Sitzung des Werksausschusses Kreisstraßenmeisterei (KSM) ging es um den Jahresabschluss 2011. Im Vergleich zu 2010 kostete der Winterdienst vergangenes Jahr rund eine halbe Million Euro weniger (2010: 624 000 Euro; 2011: 127 000 Euro). Diese und weitere Positionen trugen dazu bei, dass der Eigenbetrieb des Landkreises das Jahr 2011 mit einem Gewinn in Höhe von rund 6800 Euro abschloss. 2010 war im Gegensatz dazu ein Verlust von 16 000 Euro zu verzeichnen, wie Günter Stoffers, Leiter der Kreisstraßenmeisterei, deutlich machte.

In der bevorstehenden kalten Jahreszeit möchte man verstärkt auf Sprühtechnologie setzen - eine sparsame Alternative zur Behandlung der Straßenoberfläche mit Tausalz. "Die Versuche mit dieser Technologie liefen positiv", resümiert Günter Stoffers auf Nachfrage der Abgeordneten. Man habe für die vorbereitenden Testläufe zwei Sprüher angemietet und die Reichweite überprüft. Möglicherweise brauche man bei einer entsprechend geschickten Flächen- und Streckenaufteilung künftig nur noch vier an Stelle von neun Fahrzeugen einsetzen, um glatte Straßen abzustumpfen. Für die Beschickung der Sprüher wäre jedoch eine eigene Solestation nötig. Diesbezüglich habe die KSM bisher mit dem Landesbetrieb Straßenwesen kooperiert, so Stoffers, der zugleich ergänzt, dass diese Technologie letztendlich nur bei leichten Minusgraden und relativ wenig Schnee ihre Wirkung entfalten werde.

Weniger Aufwendungen hatte die Kreisstraßenmeisterei 2011 auch im Bereich der Fahrzeugreparaturen und des Materialaufwandes, was in engem Zusammenhang mit dem Winterdienst stehe. Mussten 2010 noch gut 800 000 Euro dafür ausgegeben werden, waren es im vergangenen Jahr nur rund 648 000 Euro. Im sechsstelligen Bereich schlagen die Reparaturarbeiten an den Kreisstraßen zu Buche. 2011 wurden fürs "Flicken" rund 400 000 Euro bezahlt, 100 000 Euro mehr als 2010. Auch die Baumpflege kostet Geld. Für das Herstellen des so genannten Lichtraumprofils, das Zerkleinern des Holzes und weitere Pflegearbeiten an den Altbäumen wurden 2011 gut 300 000 Euro ausgegeben. Der Straßenbau selbst, so Günter Stoffers, sei im Etat der KSM eine stark schwankende Größe. Die Umsatzerlöse hingen davon ab, ob viel oder wenige Fördermittel ausgereicht werden, ob also viele oder wenige Baumaßnahmen laufen. 2011 hatte der Umsatz mit 5,8 Millionen Euro ein ähnliches Volumen wie 2010. Positiv, so Stoffers, entwickle sich die Abfallumladestation Wittenberge mit dem Kleinanlieferbereich. Sie brachte 2011 einen Erlös von rund 425 000 Euro - er konnte seit 2007 um 23 000 Euro gesteigert werden.

Der Werksausschuss empfahl dem Kreistag, der am 6. September zusammentritt, einstimmig, den geprüften Jahresabschluss der KSM für 2011 zu beschließen.

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